Nachts in der Eifel

Lange habe ich mich nachts nicht mehr in der Eifel herumgetrieben, um die Milchstraße zu fotografieren. 
Das letzte Mal ging es im Oktober 2021 auf nächtliche Tour.

Aber jetzt war es dringend an der Zeit, das zu ändern.

Gestern Nacht herrschten beste Bedingungen und das Wetter passte auch, auch wenn meine Wetter-App ab 1.00 Uhr wieder Schleierwölkchen angezeigt hatte, nachdem es den ganzen Tag mehr oder minder schon bewölkt war. Aber es sollte eine Wolkenlücke zwischen 0.00 Uhr und 1.00 Uhr geben.

Da das galaktische Zentrum der Milchstraße sowieso erst zwischen 0.06 Uhr und 2.11 Uhr am Himmel zu sehen war, wagten Dirk, der Göttergatte und ich den nächtlichen Ritt in die Eifel zum Weinfelder Maar trotzdem und wurden belohnt.

Der Göttergatte wollte im Gegensatz zu Dirk und mir die Galaxie M31 am Himmel fotografieren. Ein sehr aufwendiges Unterfangen und ich bin schon sehr auf das Ergebnis gespannt.

Leider stand die Galaxie in entgegengesetzter Richtung zur Milchstraße und da sich hinter uns Bäume befanden, musste der Göttergatte leider auf die andere des Maares und wir trennten uns für etwas über 2 Stunden.

Ein Waldkauz auf der gegenüberliegenden Seeseite untermalte lange Zeit die nächtliche Stille und leider hörten wir irgendwann auch die panischen Todesschreie eines – wie mir schien – etwas größeren Tieres. Wer weiß, wer da wen zum Fressen gern hatte. Da wird es mir immer ganz anders und ich versuche krampfhaft, nicht darüber nachzudenken, was da gerade genau vor sich geht.

Neben einer unserer Spiegelreflexkameras von Canon, der 5 D Mark IV, hatte ich letzte Nacht auch meine Brigdekamera von Sony (RX 10 Mark IV) dabei. Ich wollte testen, wie sie sich bei der Fotografie der Milchstraße schlägt .

Klar, das Rauschverhalten ist gegenüber der Vollformat von Canon bei einem Einzelbild bei ISO 6400 deutlich schlechter, aber beim Stacking und einer späteren Entwicklung über Sequator völlig unerheblich und so gefällt mir hier sogar das Ergebnis der Sony besser als das der Canon.

Die Exifdaten des obigen Bildes sind wie folgt:

Sony RX 10 Mark IV
Blende 2.4, ISO 6400, 24 mm
Stacking aus 59 Einzelbildern mit je 10 Sekunden Belichtung

Tatsächlich zogen gegen 1.15 Uhr dann die ersten Schleierwölkchen auf, aber da hatten wir unsere Bilder schon im Kasten und beschlossen etwas später, den nächtlichen Ausflug zu beenden und so lag ich schließlich glücklich und zufrieden um 3.15 Uhr in meinem Bettchen. :-)

Euch wünsche ich nun ein schönes Wochenende.

Bis demnächst.

Eure
Frauke

2 Kommentare

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  1. Hallo Frauke,

    sehr schön, dein Stack. :daumenhoch: Das hat sich doch gelohnt dorthin zu fahren. Ich bin mal auf Gögas Galaxie gespannt, die soll er doch bei Gelegenheit bitte mal irgendwie präsentieren. Das würde mich interessieren. :huepfdreh:

    Viele Grüße
    Helmut