Thürer Wiesen 08/2026

Als ich Freitagmorgen gegen 07:10 Uhr in den Thürer Wiesen aufschlug, entdeckte ich als erstes einen Rehbock, der in ca. 150 Metern Entfernung im Getreide lag und die meiste Zeit döste.

Ich hoffte, dass er vielleicht zeitnah aufstehen würde und wartete. Und wartete und wartete ! Und nach etwas über einer Stunde stand er dann endlich auf. In der Zwischenzeit war Gott sei Dank Gesellschaft eingetroffen, sodass die Wartezeit mit Gesprächen überbrückt wurde und auch mit ein paar wenigen anderen Motiven.

Nachdem der Rehbock sich schließlich gemächlich entfernte, setzte ich meinen Weg durch die Thürer Wiesen fort. Ziel war die große Wasserfläche am anderen Ende des Naturschutzgebietes.

Auf dem Weg dorthin wurde ich – wie so oft – vom Gelächter des Grünspechts begleitet. Meistens erwische ich ihn ja gar nicht erst, aber Freitag erspähte ich ihn in einem Baum direkt neben mir. Natürlich halb von Ästen und frischem Grün verdeckt. Aber man kann ihn zumindest erkennen. ;-)

An der großen Wasserfläche angekommen, stellte ich fest, dass man über den Bachlauf, der die Wasserfläche speist, wohl den Zulauf reguliert hat und sich dadurch ein größerer Schlickrand gebildet hat. Die wenigen Limikolen, die sich dort immer wieder vereinzelt aufhalten, wird es freuen und ich vermute stark, dass dies auch die Intension des Ganzen war. Den Limikolenbestand fördern.

Ein Grünschenkel (wie ich vermute), ein Kampfläufer und mehrere Flussregenpfeifer waren zu sehen und am Vortag wohl auch eine Bekassine. Leider hielten sie sich allesamt in zu weiter Entfernung auf, um ein vernünftiges Foto bieten zu können.

Und in Ermangelung von anderen Motiven erprobte ich mich dann an den Rauchschwalben, die in rasantem Tempo über die auf der anderen Wegseite befindlichen Wasserfläche flogen, um Beute zu machen. Jeder, der sich schon einmal an Schwalben im Flug versucht hat weiß, das ist echt nicht einfach. Kaum hat man sie im Sucher sind sie auch schon wieder aus selbigem heraus. Mitzieher sind hier das A und O und ein paar gelungene Aufnahmen habe ich tatsächlich für euch.

Und nachdem ich schließlich genug Schwalben “gejagt” hatte wollte ich schließlich so langsam wieder Richtung Parkplatz schlendern.

Ich hatte mich gerade von der Bank erhoben, auf der ich gesessen hatte und wollte los, da kam plötzlich ein Hermelin in einiger Entfernung aus der Wiese und lief auf mich zu. Es hatte teilweise noch das weiße Winterkleid an und teilweise schon das Sommerkleid und hat mich natürlich ziemlich schnell entdeckt und blieb zunächst stehen. Ich hatte gerade noch zu Atmen gewagt, aber die Kamera noch nicht hochgenommen, da ich keine schnellen Bewegungen machen wollte. Das Hermelin schaute mich an und ich betete zum Fotografengott, dass es nicht sofort im Gras verschwinden würde, wenn ich die Kamera hochnahm. Und tatsächlich … es blieb für ca. 5 Sekunden regungslos stehen, wendete dann auf dem Absatz und verschwand auf schnellen Pfoten wieder im Gras.

Wieder eine Art, die ich nun zu meiner Artenliste hinzufügen kann. Bislang läuft 2026 in diese Richtung wirklich sehr erfolgreich. :-)

Ich wartete noch ein paar Minuten, in der Hoffnung, das Hermelin würde vielleicht noch einmal irgendwo auftauchen. Aber das Glück hatte ich dann leider nicht mehr. Und während des Wartens und schließlich auf dem Rückweg zum Parkplatz sind mir dann noch ein paar weitere nette Bilder gelungen.

Den Rest des Tages verbrachte ich dann zusammen mit dem Göttergatten recht chillig auf der Couch.

Und gestern waren der Göttergatte und ich dann zur Abwechslung mal etwas in Sachen Stadt-Touri unterwegs. Wohin, das werde ich euch noch zeigen. Hier muss ich allerdings die Bilder erst noch bearbeiten.

Habt noch schöne Ostertage.

Eure
Frauke

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  1. Den Tag kannst Du wohl unter Glückstag verbuchen… Schwalben im Flug (mir noch nie gelungen) und ein Hermelin…. mehr geht ja fast nicht. Mir gefallen allerdings auch die Spatzen-Fotos ausnehmend gut. Der Schwarzmilan ist auch klasse. Hier gibt es “nur” Rotmilane.
    Aber hier ist es eh so stürmisch, dass ich heute auf dem Sofa chille.
    Ich wünsche Euch noch schöne Restostern.