Das Wochenende …

… war geprägt von viel Auto fahren.

Aber fangen wir damit an, dass ich tatsächlich mal das Eichhörnchen vor der Linse hatte, dass des Öfteren über die hintere Baumreihe in unserem Garten den Weg durch die verschiedensten Gärten nimmt. Dabei ist es immer recht zügig unterwegs und macht in unserem Garten eigentlich keinen Halt.

Freitagnachmittag erklomm es allerdings zunächst die Spitze einer unserer Tannen, um sich von dort immer weiter nach unten zu arbeiten, während es hier und da einzelne Triebe von der Tanne abriss und genüsslich daran nagte. Ich konnte es nicht genau erkennen, aber ich denke, es nagte die daran befindlichen Knospen ab.

Nach ca. 15 Minuten machte es sich wieder aus dem Staub … der Hunger war wohl gestillt. :-)

Schön, wenn sich das Ganze bequem gegenüber unserem Dachgeschoss abspielt und man die Kamera nur geradeaus aus dem Fenster halten muss. ;-) Sonst ist mir das Wohnen im Dachgeschoss ja meistens eher hinderlich, wenn sich draußen ein schönes Motiv einfindet.

Samstag ging es im Laufe des Morgens in die Nordeifel.
Ich wollte nachsehen, ob schon die ersten Küchenschellen blühen. Ja, tun sie. Aber sie machen sich nur im sanften Morgen- oder Abendlicht gut auf Fotos … so zumindest meine Vorstellung und so muss ich dann demnächst noch einmal zu einer passenderen Uhrzeit hin.

Auf dem Rückweg kam mir dann doch tatsächlich noch einmal ein Kranich auf einem Feld vor die Linse. Ich hätte ihn beinahe übersehen, da er allein unterwegs war. Er hatte wohl den Anschluss an seine ziehende Gruppe verloren und war zurückgeblieben. Er sah mir nicht geschwächt oder ähnliches aus und ich hoffe, dass er sich einfach noch einem Trupp anschließen kann, der noch in Richtung Norden über uns hinwegzieht.

Auch ein schöner Fasanenhahn war auf einem Feld in guter Reichweite unterwegs und ließ sich nicht beeindrucken als ich am Straßenrand – keine 10 Meter von ihm entfernt – anhielt und einige Fotos schoss.

Gestern ging es dann spontan nach Holland, nachdem mich Samstagmittag die Nachricht erreichte, dass die Moorfrösche in einem der dortigen Gebiete, wo sie noch vorkommen, gerade sehr aktiv seien. Vielen Dank noch einmal, dass du an mich gedacht hast Ronald ! :-)

Moorfrösche hatte ich bislang noch nicht vor der Linse und sie während der Paarungszeit zu beobachten, wenn sich die Männchen wunderschön blau färben, wollte ich schon immer mal. Leider ist es bei den Moorfröschen wie bei den Grasfröschen auch. Sie sind kurze Zeit sehr aktiv und wenn sie dann abgelaicht haben, war es das auch schon wieder und so hat man ein Zeitfenster von nur wenigen Tagen im Jahr.

Mein letzter Versuch war bereits gescheitert und so machte ich mich gestern auch mit wenig Hoffnung auf die 140 km lange Strecke, denn Ronald hatte die Moorfrösche freitags schon ablichten können und da kann das Spektakel eben 2 Tage später auch schon wieder vorbei sein.

Vor Ort angekommen machte ich mich erst einmal im Dunst des Morgens auf zum genau beschriebenen Spot und machte unterwegs zumindest ein paar Landschaftsbilder mit dem Handy für euch. Geht besser, aber wenn man kein Weitwinkel dabei hat, muss halt das Handy herhalten.

Hach, ich mag ja die knorrigen Bäume, die oft in Mooren stehen und wenn dann auch noch Nebel herrscht … eine tolle Atmosphäre. Hätte also ruhig noch mehr Nebel sein dürfen.

Naja, im dunstigen Nebel war von den Moorfröschen zuerst einmal gar nichts zu bemerken. Nix zu sehen und auch kein das für Moorfrösche typische Blubbern zu hören. Ja, sie blubbern wogegen Grasfrösche eher knurren. Es gibt bestimmt diverse Videos im Netz, wo ihr euch das einmal anhören könnt. :-)

Und so ging es erst einmal weiter, um das Gebiet zu erkunden.

Als sich dann am Mittag der Hochnebel endlich aufgelöst hatte und die Sonne die Moorfroschstelle beschien, wurden auch die Moorfrösche aktiv. Ein mehrstimmliches Geblubber ertönte für ca. 2 Minuten aus den Grashalmen hervor und 2 ganze Moorfrösche erschienen mal auf freier Fläche. Und nach den 2 Minuten herrschte erst einmal wieder Stille und kein Frosch mehr weit und breit zu sehen. Geblubber ertönte in der nächsten Stunde nur noch einmal kurz aber die Moorfrösche blieben unsichtbar.

Aufgrund der Tatsache, dass bereits Laichballen vorhanden waren, gehe ich davon aus, dass sich auch im Laufe des Nachmittags nicht mehr sehr viel dort getan haben wird. Ich hab wohl einfach den richtigen Zeitpunkt wieder verpasst.

Wären wir Samstagabend nicht mit Freunden verabredet gewesen, hätte ich mich Samstag noch auf den Weg gemacht. Da wären die Chancen definitiv höher gewesen. Naja, irgendwann erwische ich sie wohl mal. ;-)

So hab ich nur ein Moorfroschfoto für euch. Leider musste ich das Bild arg beschneiden und die Mittagssonne tat dem Bild jetzt auch nicht wirklich gut. Und blau gefärbt ist er auch nicht. Keine Ahnung, ob es ein Weibchen ist oder ein bereits nicht mehr gefärbtes Männchen.

Am späteren Nachmittag war ich dann schließlich wieder daheim.

Ohne balzende Moorfrösche, dafür aber mit Plattfüßen vom Laufen. ;-)

Euch wünsche ich nun eine ruhige Woche.

Eure
Frauke

Ein Kommentar

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  1. Der Nebel macht stimmungsvolle Fotos, liebe Frauke.
    Auch das Eichhörnchen war fotogen und h aben meistens stillgehalten. :huepfdreh:

    Liebe Grüße
    Traudi