Da isser nun … der letzte freie Tag von 4 Wochen Büroabwesenheit und es sei gesagt, das war der beschissenste Urlaub seit seeeehr langer Zeit !
In der 1. Urlaubswoche hat es fast nur geregnet. In Woche 2 war es dermaßen heiß draußen oder es war wegen Hitze und Schwüle gewittrig. In der 3. Woche gab es dann wieder ständig Regen und in Woche Nummer 4 war ich dann auch noch krank, denn ich hab mir letzte Woche Donnerstag einen Hexenschuss abgeholt. Ein Freund meinte zwar scherzhaft, dass die nicht aufs eigene Personal schießen, aber da hat er sich wohl getäuscht.
Mit einer Klappbox mit Grillgut in der Hand nahm ich schwungvoll bei Freunden die Stufe zur Haustür und “Peng”, da hat es mich fast hingehauen. Im ersten Augenblick hat mir der Schmerz im Rücken den Atem geraubt, so heftig war es und da stand ich nun gebückt und an die Hauswand gelehnt und hab gedacht, da komm ich nie wieder weg.
Gut, bis zum Stuhl an den Tisch hab ich es geschafft, bin von meiner Freundin mit Schmerzmittel versorgt worden und hab mich dann nur noch in der Form bewegt, dass ich mit Messer und Gabel mein Fleisch bearbeitet und in den Mund geschoben habe.
Als ich dann später aufstand, um zum Auto zu gelangen, hatte ich dermaßen Aua. Ich bin so gerade ins Auto gekommen und hab dann zu Hause im Schleichgang und Stufe für Stufe die Treppe bis in den 2. Stock genommen. Am nächsten Morgen hab ich tatsächlich 30 Minuten gebraucht, um aus dem Bett zu kommen. Jede Bewegung – in welche Richtung auch immer – tat höllisch weh. Erst als die Schmerztablette, die ich genommen hatte, so halbwegs wirkte, hab ich es auf die Beine geschafft.
Ein Anruf bei unserer Hausärztin und ich durfte vorbeikommen. Aufrecht gehen und stehen unmöglich. Es hätte nur noch ein Stock in der Hand gefehlt und ich hätte wie ein altes Mütterchen ausgesehen.
Es gab dann ordentlich Schmerzmittel verschrieben und so ein Muskelentspannungsmedikament. Alles dreimal täglich nehmen.
Schonen und Stufenlagerung wurden verordnet und möglichst immer wieder versuchen zu gehen, damit der verkrampfte Rücken sich wieder lockert.
Eine Krankmeldung hab ich erst einmal abgelehnt, weil ich da noch optimistisch dachte, das wird übers Wochenende wieder. Pustekuchen !
Der Akutschmerz war zwar weg, aber die Verkrampfung noch da und ich kroch mehr durch die Wohnung als alles andere. Wie gut, dass ich mich nur telefonisch melden musste, denn meine Hausärztin hatte in weiser Voraussicht in meiner Akte notiert, dass ich bei Bedarf noch eine AU-Bescheinigung bekommen könnte, ohne dass ich noch einmal vorstellig werden müsste.
Seit gestern scheint es tatsächlich so gut wie überstanden. Ich kann wieder normal laufen und auch sitzen und liegen, sodass ich heute mal getestet habe, wie gut ich schon auf meinem Schreibtischstuhl sitzen kann und bin schon mal meine dienstlichen Mails durchgegangen und hab alle Updates für meinen Dienstlaptop gemacht, damit ich Montag direkt normal ins Tagesgeschäft einsteigen kann.
Aber nun zu den obigen Bildern. Sie sind im NSG Haff Réimech in Luxemburg entstanden, das unmittelbar an der Grenze bei Schengen liegt. Das Schengener Abkommen sagt ja wahrscheinlich jedem etwas.
Das Wetter war meist wolkig und zwischendurch öffnete der Himmel mal seine Schleusen. Dazu ging ein ungemütlicher Wind und das ganze bei schattigen 13 Grad. Also Sommer ist anders !
Ich war froh, dass ich T-Shirt, Pullover und Jacke an hatte. Der Regen war mir ziemlich schnuppe, denn ich saß trocken in der von mir vor Ort bevorzugten Beobachtungshütte.
Alles was sich in dem Gebiet so rumtreibt, kann ich auch bei uns in der Gegend vor die Linse bekommen … mit Ausnahme der Zwergdommeln und die beobachtet man am besten von besagter Hütte.
Im Moment haben die Zwergdommeln Jungtiere und eines der Nester liegt inmitten eines Schilfbereiches, der von der Hütte aus gut beobachtet werden kann. 4 Stück sind es wohl. Gesehen hab ich zwar nur 3, aber da die Jungtiere sich noch nicht weit vom Nest weg bewegen und sich meist inmitten des Schilfes aufhalten, vertraue ich da auf die Fotografen, die sich regelmäßig dort aufhalten und die mir von 4 Jungtieren berichten konnten. Und so kann ich auch nur mit einem brauchbaren Bild eines Jungtieres aufwarten.
Das männliche Elterntier kam regelmäßig zum Füttern vorbei und auch ihn konnte ich ablichten. Das Weibchen habe ich nur einmal gesehen, es verschwand aber sogleich im Schilf.
In der Ferne saß dann kurz mal ein Eisvogel und ich hätte nicht gedacht, dass das Foto sogar noch einigermaßen aussieht.
Ansonsten war echt nix los. Und so hab ich mehr oder minder 5 1/2 Stunden ins Schilf gestarrt und gehofft, dass die kleinen Zwergdommeln sich mal besser zeigen würden. War aber leider nicht.
Trotzdem war es ein schöner Morgen dort.
Und nun wünsche ich euch ein wunderschönes Wochenende.
Eure
Frauke









Das tut mir wirklich leid für Dich, dass Du nicht nur wettertechnisch so viel Pech hattest. Wenigstens hast Du Dich noch krank schreiben lassen. Soweit kommt es noch, die Tage dem AG schenken…
Ich hatte ja auch kein Glück mit dem Wetter, aber ich hatte nicht so lange Urlaub.
Die Zwergdommel ist klasse.