Thürer Wiesen 17/2026

Da war ich doch glatt 6 1/2 Wochen nicht mehr in den Thürer Wiesen unterwegs … im Sommer eher ungewöhnlich. Aber entweder passte es zeitlich nicht, denn nach Thür fahre ich eigentlich immer nur in aller Hergottsfrüh oder ich hatte andere Motive auf dem Schirm bzw. hatte auch bereits von Freunden gehört, dass es dort – wie jedes Jahr um diese Zeit – recht ruhig ist. Wobei es jetzt so langsam wieder dort lebendiger wird.

Die Bienenfresser tauchen jetzt nach der Brut wieder regelmäßig dort auf und so sah ich Samstag auch eine kleine Gruppe als ich um kurz nach halb 7 dort aufschlug. Allerdings waren sie fast nur in der Luft bzw. eher im rasanten Tiefflug über einem gemähten Kornfeld unterwegs und das noch im Gegenlicht und so war mein Autofokus nicht gewillt, dem folgen zu wollen. ;-)

Einmal kurz setzten sie sich in einen etwas weiter entfernten Strauch. Aber nur einer von ihnen saß in meinem Blickfeld.

Dafür hab ich gestern endlich mal einen Pirol erwischt. Das Bild ist zwar von der Quali nicht ganz so toll, aber dafür, dass es vor der Bearbeitung eher einem Scherenschnitt glich (Gegenlicht lässt grüßen) bin ich trotzdem noch zufrieden. Besser als gar kein Bild. ;-) Hören tut man sie ja öfter, nur leben Pirole ja eher versteckt im Blätterdach der Baumkronen.

Rund um die Wiesen sammeln sich so langsam wieder auch einige Weißstörche. Gestern habe ich 12 Stück zählen können. Die 3 Jungstörche, die etwas früher in den Süden fliegen werden als die Alttiere, waren gestern noch dort.

Einige Rehe standen noch auf den umliegenden Feldern … leider allesamt zu weit entfernt. Ein Rehbock trieb sich in der Nähe herum, aber die Hormone hielten sich wohl noch in Grenzen, denn er machte keine Annäherungsversuche bei den Damen. Aber wir sind ja auch noch am Anfang der Blattzeit. Das wird nicht mehr lange dauern und wir können wieder wilde Jagden auf den Feldern beobachten. Aber hier nun einige Bilder von Samstag.

Auf dem Weg von und nach Thür gab es gestern dann auch wieder ein paar Motive zu sehen.

Rotwild, Wildkatze und Fuchs gönnten mir gestern ein Foto *freu*.

Die obige Wildkatze und den Fuchs habe ich schon des Öfteren in ihrem Revier fotografiert. Sie waren gerade bei der Jagd und drehten sich um als ich an ihnen vorbei kam. Nach dem ersten Auslösen bin ich direkt weiter, denn ich wollte die Beiden nicht soweit stören, dass sie sich genötigt fühlen würden, das Weite zu suchen. Ich bin ja schon froh, dass sie sich übers Frühjahr und den Sommer wieder so weit an mein Auto gewöhnt haben, dass sie nicht direkt Fersengeld geben, sondern mich abwartend erst einmal nur beobachten. Bliebe ich länger stehen, würden sie allerdings mit großer Wahrscheinlich dann doch die Flucht ergreifen. Das ist jedes Jahr das gleiche. Über den Winter fahre ich die Strecke eigentlich nie und bei unseren ersten Begegnungen im neuen Jahr bin ich erst einmal wieder der Feind und ich kann froh sein, wenn mir ein Bild gelingt, denn sie flüchten dann in der Regel sofort. Über den Sommer bessert sich das Ganze dann wieder und ich bzw. mein Auto werden kritisch beäugt und der Fluchtreflex setzt erst ein, wenn ich dann länger stehen bleiben würde. Das mag für den einen oder anderen recht unwahrscheinlich klingen, dass die Tiere mein Auto erkennen, aber mein Auto hat optisch (Form) sowie geräuschtechnisch einen höheren Wiedererkennungswert und hebt sich von der Masse ab, sodass ich den Tieren hier durchaus zutraue, dass sie es von anderen unterscheiden können, zumal ihr Verhalten im Laufe des Frühjahrs/Sommers mir gegenüber diese Theorie auch bestätigt. Und warum sollten sie nicht in der Lage dazu sein, wenn auch unsere Katzen im 2. Stock genau hören, ob ich bzw. mein Mann (er hat das gleiche Auto) vor dem Haus (Mehrfamilienhaus) vorfahren oder ein anderer Mitmieter ?

Aber nun genug aus Thür. Gleich folgt noch das Wort zum Sonntag. ;-)

Eure
Frauke

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