Thürer Wiesen 02/2026

Da fährt man am vergangenen Montag noch völlig umsonst bis in die Niederlande, um endlich mal eine Rohrdommel vor die Linse zu bekommen und bekommt dann gestern gleich 2 in den Thürer Wiesen zu sehen, wo man sowieso ständig unterwegs ist. 

Auch in der Eifel kommt die Rohrdommel als seltener Wintergast immer mal wieder vor und so hat es diesen Winter auch 2 in die Thürer Wiesen verschlagen. Sie wurden bereits Freitag von einigen Fotofreunden gesichtet und so bin ich gestern Morgen um 08:20 Uhr dort bei eisigen Temperaturen aufgeschlagen und habe gewartet, dass sich eine davon irgendwann aus dem Röhricht aufs Eis begeben würde. Und eigentlich hatte ich schon damit gerechnet, dass ich mal wieder Pech haben würde. Aber nein …

Etwa eine Stunde hat es gedauert bis die erste Rohrdommel aus dem Schilfrohr trat und sich zeigte. Und ganz nach Rohrdommelmanier ging es dann im Schneckentempo in ihrem typischen Schreitgang immer am Uferrand entlang durch den kleinen nicht gefrorenen Ufersstreifen, um nach Fischen Ausschau zu halten. Einen Fisch konnte sie auch tatsächlich erbeuten. Die Bilder davon sind aber leider nix geworden.

Über den Morgen verteilt kamen immer mehr Gleichgesinnte am Teich zusammen, denn der Besuch der Rohrdommeln hatte sich natürlich in interessierten Kreisen schnell herumgesprochen und bei Ornitho war zudem eine Meldung eingestellt worden.

Als wir schließlich nach ca. 5 Stunden aber nur noch zu Zweit am Teich standen und die eine Rohrdommel längst wieder im Dickicht verschwunden war schlüpfte tatsächlich am anderen Ende des Teiches die zweite Rohrdommel aus dem Schilf und lieferte noch ein paar Bilder.

Aber nun genug zu den Rohrdommeln … hier sind sie …

Und während des Wartens auf die Rohrdommeln turnten auch immer wieder 2 Rotkehlchen vor mir durchs Geäst und auch eine Gruppe Erlenzeisige gab sich die Ehre. Sie hatte ich bis gestern auch noch nicht vor der Linse.

Sogar ein Wintergoldhähnchen ließ sich kurz blicken. Allerdings wuselte es in seiner typischen Art in sekundenschnelle von Ast zu Ast und das leider mitten im Gestrüpp, sodass ich hiervon leider kein Foto habe. Wäre auch ein erstes Mal gewesen.

Nach etwas über 5 1/2 Stunden hatte ich dann aber schließlich genug davon, mir die Beine in den Bauch zu stehen und durchgefroren war ich dann schließlich auch, was ich vorher gar nicht so bemerkt hatte. Wenn man halt im Rohrdommelfieber ist, vergisst man schon mal, dass man bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt in der Gegend herumsteht. ;-)

Hach, das war ein tolles Erlebnis und vermutlich war das auch schon mein “Motiv des Jahres” für 2026. Wäre nur noch durch einen Wolf zu toppen. Aber die sind ja nie da, wo ich gerade bin und laufen meist nur denen über die Füße, die sie eigentlich gar nicht sehen würden wollen *grmpf*.

Naja, kommt Zeit, kommt auch irgendwann vielleicht der Wolf vor meine Linse.

Habt noch einen schönen Restsonntag.

Eure
Frauke

Ein Kommentar

  1. Herzlichen Glückwunsch! Die Rohrdommel hast Du ja super erwischt. Ich habe sie bisher vergeblich gesucht. Wintergoldhähnchen sehe ich auch immer nur bei anderen auf Insta. Danach muss Hamburg voll davon sein. Ich wollte ja auch immer noch mal auf Bartmeisensuche gehen, aber bei dem Licht hier macht das gerade überhaupt keinen Sinn.
    Ich wäre schon mit einem Fuchs zufrieden. :zwinkergrins: Wolf muss es gar nicht sein.
    Das Rotkehlchen ist auch sehr schön getroffen!

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