Mosel & Mohn

Eigentlich wollten der GöGa und ich an der Mosel noch einmal zu den Smaragdeidechsen oder alternativ Schmetterlinge im Lavendel fotografieren und das mit einem anschließenden leckeren Mittagessen an der Mosel verbinden. Aber das Wetter am Sonntag war durchwachsen und so schieden Eidechsen und Schmetterlinge aus, zumal der Lavendel wohl auch noch 1 bis 2 Wochen braucht bis er in voller Blüte steht.

Und so blieb es dann beim leckeren Mittagessen in einem der zahlreichen Lokale am Moselufer.

Auf dem Rückweg hielten wir dann zuerst noch kurz an einem Aussichtspunkt an, von dem man einen wunderbaren Blick von oben auf die Reichsburg Cochem hat, die über dem gleichnamigen Städtchen trohnt. In meinen Augen ist sie einer der schönsten Burgen, die wir in Deutschland haben.

Sie wurde um 1100 oder in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut. Da ist man sich nicht ganz sicher. Sie wurde im 17. Jahrhundert zerstört und von 1868 bis 1877 wieder aufgebaut.

Die Burg ist nur im Rahmen einer Burgführung begehbar. Man kann den Burgberg zu Fuß erklimmen oder den Shuttlebus nutzen, der allerdings auch ca. 200 Meter unterhalb der Burg hält und von dort ist noch ein recht steiles Stück zu bewältigen. Ein Grund, warum wir die Burg bislang noch nicht besucht haben. ;-)

Auf dem Burggelände finden über das Jahr allerlei Events statt. So kann man freitags und samstags an einem Rittermahl teilnehmen oder die Burgweihnacht, den Adventszauber, das sommerliche Burgfest und andere Veranstaltungen besuchen.
So wird am 14.07.2026 im Rosenhof der Burg das Bühnenstück “Achtsam morden” aufgeführt, was ich schon gerne sehen würde wollen. Ich habe das Buch dazu verschlungen. Das Ticket kostet allerdings auch stolze 34,00 EUR pro Person. Mal sehen.

Mehr Infos zur Burg findet man bei Wikipedia oder direkt auf der Internetseite der Burg.

Auf der Heimfahrt fuhren wir auch durch das Schloss von der Leyen. Ja, ihr habt richtig gelesen. Wir sind durch das Schloss durchgefahren oder vielmehr einem Teil davon. ;-)

Schloss von der Leyen steht an der Mosel in Kobern-Gondorf und seine Bauweise ist schon kurios, denn man fährt auf der Bundesstraße 416 unter einem Teil des Schlosses hindurch.

1272 wurde die Immobilie als Gondorfer Oberburg erstmals urkundlich erwähnt. Einst war sie von Wassergräben umgeben und somit die einzige Wasserburg an der Mosel. Sie war Stammsitz der Herren und späteren Fürsten von der Leyen, die damals ein sehr mächtiges Adelsgeschlecht der Region waren und reichlich Land an der Mosel besaßen. Unsere “Uschi” hat mit denen allerdings nichts zu tun ;-)

Im Jahr 1876 sollte die Eisenbahnstrecke an der Mosel ausgebaut werden und das Schloss lag genau auf dieser Strecke und so wurde die Anlage in 2 Teile zerschnitten. Als 1971 die Bundesstraße 416 gebaut wurde, stand das Schloss wieder im Weg, denn eine Ausweichstrecke war im engen Moseltal nicht möglich bzw. auf der anderen Moselseite aufgrund der Kosten nicht möglich und so wurde kurzerhand das Erdgeschoss in 2 Tunnel umfunktioniert.

Zu guter Letzt hielten wir schließlich noch an einem Mohnfeld an.

Im Sonnenlicht wäre es mir lieber gewesen und leider kam man auch nicht näher an das Feld heran, um Detailaufnahmen vom Mohn zu machen, denn das Feld liegt etwas unterhalb der Landstraße und man kann nur von oben hinunter fotografieren. Aber besser als nichts. Ein anderes Mohnfeld habe ich bislang noch nicht gesichtet in diesem Jahr. Kommt aber vielleicht noch.

So, das war es mit dem Bericht von Sonntag.

Habt eine angenehme Woche.

Eure
Frauke

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  1. Die Mohnfelder sind wunderschön. Sowas haben wir mal in Meck-Pomm fotografiert. Ich liebe Mohn. Die Straße durch´s Schloß hat ja was. Die Mosel ist so eine Gegend, die ich überhaupt nicht kenne. Vielleicht komme ich da ja noch mal hin. Burgen und Schlößer haben ja schon was. Gibt es hier eher selten.