Die Tomburg

Gestern Morgen ging es mit dem Göttergatten und Helmut zur 24 km entfernten Burgruine Tomburg, die oberhalb von Rheinbach-Wormersdorf auf dem Tomberg thront, der als der nördlichste Vulkan des Hocheifel-Vulkanfeldes gilt.

Aber zunächst genossen wir den Blick am Fuße des Tombergs auf die Ebene der Grafschaft und das Siebengebirge (Bilder oben).

Und hier nun Infos zur Tomburg:

Auf dem Tomberg befand sich im 4. Jahrhundert eine römische Anlage. Die Burg entstand vermutlich um 900 und wurde in den nachfolgenden Jahrhunderten stark ausgebaut.
Um 1000 residierten hier Pfalzgraf Ezzo und seine Gemahlin Mathilde, eine Schwester Kaiser Ottos III.. Tochter Richeza wurde Königin von Polen, Sohn Otto erbte die Pfalzgrafschaft, wurde Herzog von Schwaben und starb 1047 auf der Tomburg.

Die Burg mit Gütern und Rechten gelangte an andere Herren. Um 1090 an die Grafen von Kleve, 1250 an die Herren von Müllenark, die hier die Herrschaft Tomburg aufbauten und sich “von Tomburg” nannten. Während des Niedergangs der kleineren Herrschaften etwa ab Mitte des 14. Jahrhunderts betätigten sich auch die Tomburger als Raubritter.

Nach 1420 gab es durch Erbteilung mehrere Besitzer. Die Burg verfiel mehr und mehr, wurde jedoch stark mit Feuerwaffen bestückt. In einem Streit zwischen Friedrich von Sombreff, Herr zu Tomburg und Landskron, und dem Herzog von Jülich eroberten die Jülicher die Tomburg am 07. September 1473 und zerstörten sie.

Die Ruine und der Burgberg dienten bis zur Neuzeit als Basaltsteinbruch. Teile des Bergfrieds und ein großer Teil des Tombergs sind jedoch erhalten geblieben.
Auch der Burgbrunnen mit seinen 46 Metern Tiefe blieb erhalten, der 1883 vom örtlichen Heimatverein ausgeschlachtet wurde. Hierbei wurden zahlreiche archäologische Funde, wie steinerne Kanonenkugeln gemacht.

Einer Sage nach soll auf dem Grund des Brunnens eine goldene Wiege liegen. Das Kind, das einst in der Wiege lag, sei der Sage nach zuvor verstorben. Der Graf habe die goldene Wiege hinabwerfen lassen, damit die Trauer der Gräfin endete. Einer weiteren Sage nach soll im Brunnen ein Schlüssel liegen, der die Schatzhöhle des letzten Ritters der Tomburg öffnet. Der Schatz werde aber von Doggen bewacht, welche auf die Rückkehr ihres Herren warten, der mit Hilfe des Schatzes die Burg erneut errichten soll

Die Burgruine wurde mit Unterstützung der Stiftung Denkmalschutz 2017 und 2018 saniert.

Quelle: Steintafel auf dem Tomberg und Wikipedia

Und nun einige Bilder vom nicht gerade großen Gelände der Tomburg.

Vom Tomberg aus hat man einen noch viel weiteren Blick in die Grafschafter Ebene, auf das Siebengebirge sowie Teile der Zülpicher Börde.

Das war ein sehr schöner Morgen dort mit bestem Wetter. Nicht zu warm und nicht zu kalt. Anfänglich noch mit einigen Wolken, die aber nach und nach mehr blauen Himmel durchließen. Also bestes Wetter, um abschließend noch ein Stück Kuchen beim Bäcker draußen zu genießen.

Eure
Frauke

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