Ja, da hat die Frauke mal nicht gründlich genugt recherchiert, sag ich da nur …
Eine klare Nacht war vorausgesagt und so konnte ich den Göttergatten überreden, mit mir am sehr späten Samstagabend in die Nordeifel Richtung Monschau aufzubrechen, um die Milchstraße zu fotografieren. Das galaktische Zentrum der Milchstraße sollte ab 00:45 Uhr für ca. zwei Stunden sichtbar sein.
Leider hatte ich mir aber vorher nicht die Daten des Mondauf- bzw. in diesem Fall Monduntergangs angesehen und so schien der ca. Viertelmond sehr hell und machte eine Sicht auf die Milchstraße damit unmöglich. Mit bloßem Auge war sie gar nicht zu sehen und selbst die Kamera konnte hier nicht viel rausholen und man kann das milchige Band am Himmel gerade so erahnen. Tja, Satz mit X, wie man so schön sagt.
Na dann eben “Startrails produzieren”. Also Kamera auf den Polarstern ausgerichtet und eine Langzeitbelichtung nach der anderen schießen. Wie gut, wenn man die Kamera entsprechend programmieren kann und nicht jede Aufnahme händisch ausgelöst werden muss.
Ansonsten hat man gemerkt, dass ich lange nicht mehr in der Nacht fotografieren war. Irgendwie fand ich es so zu Zweit etwas unheimlich und die Totenstille aufgrund der Uhrzeit und der sehr abgeschiedenen Lage und das immer wiederkehrende leichte Knacken aus dem angrenzenden Waldstück trugen nicht dazu bei, dass meine Nerven runterfahren wollten, zudem wir auf Wolfsgebiet unterwegs waren. Ich bin zwar zu 100 % sicher, dass wir für das ansässige Rudel als Beute uninteressant sind, zumal es dort reichlich Wild gibt, aber trotzdem würde ich in diesem Fall doch ganz gerne sehen, wer da gerade um mich herum unterwegs ist.
Der Göttergatte war dagegen die Ruhe selbst und konnte mein klitzekleines Angstgefühl so gar nicht nachvollziehen. Tja, wer schlechtere Ohren hat und dementsprechend nicht mitbekommt, dass sich im Wald nebenan ständig irgendwas regt, der ist hier natürlich im Vorteil.
Nach ca. 1 1/2 Stunden ging es dann gegen 02:15 Uhr wieder auf die Rückfahrt, auf der wir – wie schon auf der Hinfahrt – so einige Füchse (auch 2 Fuchskinder), ein Reh, mehrere Feldhasen und 3 Katzen (eine könnte eine Wildkatze gewesen sein) gesehen haben. Mir bleibt ja jedes Mal fast das Herz stehen, wenn ich im Lichtkegel ein Tier am Straßenrand sehe. Wir fahren zwar im Dunkeln aufgrund des Wildes schon sehr defensiv, aber manchmal erblickt man die Tiere auch erst recht spät und hofft dann nur, dass sie nicht auf die Straße laufen mögen.
Um kurz nach halb vier lagen wir dann schließlich sehr müde im Bettchen.
Gestern hieß es nach der Nacht erst einmal ausschlafen und aufgrund des heißen und sehr sonnigen Wetters ging es dann auch nicht mehr vor die Tür und auch heute bin ich mit dem Hintern zu Hause geblieben, denn ich hatte immer noch Schlafnachholbedarf und zu späterer Stunde breche ich bei dem Sommerwetter nicht mehr zum Fotografieren auf. Alles jenseits der 25 Grad ist für mich schon fast unerträglich und das Licht im Moment bereits ab 8 Uhr nicht mehr zu gebrauchen *bäh*.
Die letzten 3 Tage haben wir ja immer nur an der 30-Grad-Marke gekratzt und blieben mit 29 Grad darunter. Aber für morgen sind 31 Grad gemeldet. Ich “freu” mich jetzt schon.
Habt noch einen schönen Pfingstmontag.
Eure
Frauke







