Bevor ihr glaubt, hier wäre geschlossen, muss ich mich doch schnell mal zu Wort melden.
Aufgrund einer kleineren Unterleibs-OP, der ich mich letzten Montag leider unterziehen musste und die mit Schonung einherging /-geht (erst mal einige Tage liegen, nix über 3 kg heben/tragen für mindestens 2 Wochen etc.) gab es von mir in der letzten Woche nix Neues zu lesen, denn ich war krank geschrieben und habe auf der Couch vor mich hin gegammelt.
Somit konnte ich auch leider an unserem Nachtausflug vom Gemeindefotoclub am Mittwoch nicht teilnehmen, an dem erst die Sonnenfinsternis fotografiert wurde und anschließend Milchstraße und Perseiden in Angriff genommen wurden.
Aber am vorletzten Wochenende war ich samstags noch mit der Kamera unterwegs und die Bilder wollen so langsam mal gezeigt werden.
Gegen halb 6 ging es an diesem Tag zu Hause los und auf meiner Fahrt nach Thür sah ich eine kleine Gruppe Rotwild, die mir an dieser eher außergewöhnlichen Stelle im Frühjahr schon einmal begegnet ist und einen Feldhasen. Aber besonders gefreut habe ich mich darüber, dass mir an diesem Morgen direkt zwei Europäische Wildkatzen begegnet sind.
In Thür selbst konnte ich nicht viele verschiedene Arten entdecken, denn so mancher Zugvogel ist ja auch schon gen Süden abgereist.
Die Schwarzmilane waren noch mit einigen Exemplaren vertreten, ein einsamer Storch war zugegen und es waren recht viele Bienenfresser unterwegs. Leider hielten sich die Bienenfresser aber meist in recht großer Entfernung auf.
Auch in Sachen Pirol hatte ich tatsächlich wieder Glück. Dieses Mal ist es zur Abwechslung mal keine Gegenlichtaufnahme.
Gefreut habe ich mich in Thür auch sehr darüber, dass ich nach einem Jahr mal wieder einen Wespenbussard gesehen habe und fotografieren konnte.
Aber hier nun die Bilder.
Vom letzten Wochenende gibt es aufgrund der Schonvorgaben nix zu sehen und auch das nächste Wochenende werde ich noch nicht fotografieren gehen, denn ich möchte das offizielle “Go” meiner Ärztin abwarten bei der ich erst nächsten Montag meinen Nachuntersuchungstermin habe.
Aber wenn das “Go” vorliegt, dann werde ich euch 3 Wochen lang mit mehr Bildern versorgen als üblich … denn dann ist nämlich Urlaub angesagt.
Ist sowieso fraglich, ob ich soviel Spaß gehabt hätte am Wochenende, denn der Großbrand im Hohen Venn und im Hürtgenwald (beides Nordeifel) haben wir geruchs- und sichttechnisch hier auch abbekommen, obwohl die Orte 40 und 70 km von uns entfernt liegen. Auch eine NINA-Warnung lag vor, dass Türen und Fenster geschlossen bleiben sollten und eine gesundheitliche Beeinträchtigung nicht ausgeschlossen werden könne. Da geht man dann eh nicht vor die Tür. Die Warnung ist seit heute Morgen Gott sei Dank aufgehoben.
Ich kenne beide Gebiete gut und mir tut das in der Seele weh, wenn ich die Bilder von den Bränden dort sehe. Aber ich weiß auch, dass die Natur sich ihren Lebensraum zurückerobern wird.
Im Hürtgenwald sind es Gott sei Dank mittlerweile nur noch Glutnester, die bekämpft werden müssen, aber im Hohen Venn brennt ein Hochmoorgebiet. Torf brennt wie Zunder. Da wird es noch wochenlangen Einsatz brauchen, bis hier keinerlei Kräfte mehr benötigt werden. 3000 Hektar sind hier bisher abgebrannt. Im Moment hat man den Brand wohl zumindest in Sachen Ausbreitung unter Kontrolle.
Und all das wäre ohne die unzähligen freiwilligen Helfer überhaupt nicht möglich. Die ganzen Freiwilligen Feuerwehren, die bei beiden Bränden angerückt sind, die vielen Landwirte, die mit ihren Maschinen Schneisen ziehen und Wasser transportieren. Aber auch Helfer, die einfach nur Getränke oder Essen zur Verfügung stellen, um so zu unterstützen. Wenn es die ganzen Freiwilligen alle nicht geben würde, die wie auch bei der Flut im Ahrtal damals unermüdlich geholfen haben/helfen … dann gute Nacht Deutschland. Man kann diese ganzen Menschen einfach nicht genug würdigen und ich würde mir wünschen, dass viele Ehrenamtler (je nach Einsatzbereich) dafür auch mal wirklich entschädigt würden und zwar nicht nur mit Worten. Trotzdem auch an dieser Stelle und wenn es nur sehr Wenige lesen … DANKE, DANKE, DANKE, DANKE, DANKE und noch viele davon mehr !
Der Kreis Düren hat aufgrund von vielen Nachfragen ein Spendenkonto eingerichtet, deren Ertrag den Helferinnen und Helfern zu Gute kommen soll. Auf der Website des Kreises findet ihr die Kontoangaben, wenn ihr euch beteiligen wollt.
Und zum Schluss … bei uns hat es heute Morgen nach rund 3 Monaten und nach so vielen Hitzetagen über 30 Grad das erste Mal wieder Regen gegeben. 2 Stunden lang kam Wasser vom Himmel. Darauf hat die Natur so lange gewartet. Auch das tat mir in der Seele weh. Zu sehen, wie alles bei uns so verdorrt ist. Keine Wiese mehr grün, so viele Bäume, die schon vor Wochen all ihre Energie in ihre Stämme zurückgezogen haben und deren Blätter dementsprechend nicht mehr versorgt wurden und wie im Herbst nur noch vertrocknet an den Ästen hängen. Bestellte Felder deren Späternte entweder ganz hinüber ist oder einfach nur zum Weinen aussehen. Die 2 Stunden waren zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber es war zumindest mal ein Anfang.
Ich hoffe so sehr, dass die letzten Tage die letzte Hitzeperiode in diesem Sommer dargestellt haben und das Wetter unbeständiger und auch regnerischer wird … auch wenn unser Urlaub davon betroffen wäre. Die Natur hat genug gelitten für diesen Sommer.
So, jetzt habe ich mich aber wirklich genug ausgelassen für heute.
Habt eine angenehme Woche.
Eure
Frauke





























