Die Urdenbacher Kämpe

Die Urdenbacher Kämpe ist mit 316 Hektar das größte Naturschutzgebiet Düsseldorfs und besteht aus den unterschiedlichsten Landschaftstypen.

Kulturlandschaften des Niederrheins mit alten Obstbäumen, Kopfweiden und Feuchtwiesen sowie einem Altrheinarm und mit einer intakten Auenlandschaft, die bei Hochwasser vom Rhein überflutet wird.

Hier kann sich jeder Naturfotograf in allen Sparten austoben.

Die Landschaft bietet viele reizvolle Motive und auch die Tierfotografen kommen ganz auf ihre Kosten.

Nach einem sehr netten Tipp von Ronald war ich gestern Morgen mit Helmut am oben genannten Altrheinarm unterwegs.

Die Location hat mich total beeindruckt !

Zunächst hab ich mich ein wenig geärgert, dass ich ausschließlich das Teleobjektiv mitgenommen hatte, denn ich hätte mich auch sehr gerne an der Landschaft dort probiert.

Aber auf der anderen Seite war ich eigentlich ganz froh, nur das Tele dabei zu haben. So konnte ich mich einfach auf eines konzentrieren und das war gestern die Tierfotografie.

Wie das so am Wochenende und bei trockenem Wetter ist, waren viele andere Fotografen vor Ort, um ihrem wunderschönen und entspannenden Hobby zu frönen.

Richtig begeistert war ich davon, dass dort – zumindest gestern – ausschließlich richtig nette Leute unterwegs waren, die auch sehr gerne ihr gestriges „Wow-Motiv“ mit uns geteilt haben und uns auf den in Deutschland sehr seltenen Nachtreiher aufmerksam machen, den wir sonst glatt übersehen hätten.

Es wurden gerne schöne Tipps für die unterschiedlichsten Locations geteilt, was ich so aus dem Kreis Köln, Bonn und Umgebung nur sehr selten kenne.

Da teilt man seine schönen Plätze und Tipps hierzu nicht gerne, was ich persönlich überhaupt nicht nachempfinden kann.

Klar, wenn ich gebeten werde, etwas nicht weiterzugeben, dann tu ich das auch nicht und selbstverständlich ist auch, dass man nur einem ausgewählten Personenkreis vielleicht verrät, wenn zum Beispiel aktuell ein Eisvogel an einer fotografisch sehr günstigen Stelle brütet oder wo sich ganz seltene Orchideen befinden, damit nicht jeder dort aufschlägt und somit noch die Brut gefährdet oder die Pflanzen gar ausgräbt oder sich einfach wie die Axt im Walde verhält.

Aber wo was grundsätzlich zu finden ist, was ja noch lange nicht heißt, dass man es vor Ort auch antrifft, das kann man meines Erachtens nach schon teilen, denn nicht alles lässt sich im großen weiten Web recherchieren. Und so profitiert man ja auch gegenseitig voneinander und ich persönlich bin jemand, der auch anderen gute Motive gönnen kann.

Aber da hat jeder seine eigene Einstellung.

Aber nun wieder zum Nachtreiher.

Ich hatte ja kürzlich ein Jungtier in der Eifel in den Thürer Wiesen gesehen, aber gestern handelte es sich um ein erwachsenes Tier.

Leider saß er geschätzt zwischen 50 und 60 Metern weit weg und so sind es (bis auf die Flugaufnahme) eigentlich mehr Doku-Aufnahmen … wenn auch nicht schlechte.

Dafür sind die großen Brüder, die Graureiher, dort wirklich hartgesotten, was Besucher anbelangt.

Bei uns sind sie zum Beispiel in der Regel total scheu und haben eine unheimlich große Fluchtdistanz.

Aber dort ist das überhaupt nicht der Fall und so kann man wirklich sehr gute Fotos schießen, wenn sie günstig stehen.

Sie scheinen ganz genau zu wissen, dass man nicht an sie heran kommt.

Aber auch unheimlich viele andere Tiere haben wir gesehen.

Eisvögel, Nutrias, Bisamratten, Rostgänse, Kanadagänse, Enten, Schwäne, einen Wespenbussard, Blässhühner, diverse Kleinvögel und bestimmt noch so einiges, was mir gerade nicht einfallen möchte.

Leider waren sie gestern allesamt zu weit weg, um ein vernünftiges oder zumindest halbwegs vernünftiges Foto zu schießen.

Aber es war trotzdem ein toller Morgen und ich würde sagen, ich hab nun ein Fotorevier mehr, wo ich öfter aufschlagen werde … auch, wenn ich dafür fast eine Stunde Autobahnfahrt in Kauf nehmen muss.

Euch wünsche ich nun einen schönen Sonntag.

Eure
Frauke

10 Kommentare

  1. Hallo Frauke,
    natürlich habe ich mich gefreut, dass mein Tipp bei Dir gut angekommen ist und Du in der Kämpe erfolgreich warst.
    Schöne Fotos hast Du da wieder mitgebracht. Du hast ein gutes Gespür dafür, die Motive richtig in Szene zu setzen. Das habe ich nicht nur beim heutigen Graureiher, sondern auch bei vielen Motiven in Deinen anderen Berichte gesehen.
    Ich wünsche Dir „allzeit gut Licht“
    Viele Grüße
    Ronald

    • Hallo Ronald,

      vielen lieben Dank, freut mich, dass die Bilder gefallen … ohne dich wären sie ja gar nicht erst entstanden. :-)

      LG Frauke

  2. Oh wow, wie schön. Ich glaube Dir, dass die Location der Hammer war. Dort würde ich sicherlich auch gaaanz viele Motive finden. Schade, wir haben solch eine tolle Location leider nicht.

    LG
    Sandra!

    • Huhu Sandra,

      ihr habt bestimmt auch tolle Naturschutzgebiete in der Nähe.
      Ein Besuch dort lohnt sich eigentlich fast immer. :-)

      LG Frauke

  3. Hallo Frauke,

    schön beschrieben und klasse Aufnahmen. Dein Nachtreiher gefällt mir auch sehr gut! Das war schon etwas ganz besonderes, auch wenn er ziemlich weit weg war. Zu der Location begleite ich dich auch in Zukunft gerne. Hat Spaß gemacht dort, die Motive sind reichlich und gut und auch die Leute, wie von dir erwähnt, waren in Ordnung. Rundum eine sehr gelungene Tour. :huepfdreh:

    Viele Grüße
    Helmut

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