– eine fotografierende Rheinländerin im Vorgebirge mit GöGa & den Orienauten –

Vogelhochwassertourismus ;-)

Dichte Wolkendecke, aber trocken ... so gestaltete sich das gestrige Wetter in Köln und Umgebung zumindest bis zum Nachmittag und so habe ich mich gestern Morgen mit Andreas und Helmut zunächst in Finkens Garten getroffen, um aus der dortigen Vogelbeobachtungshütte die Vögel an den dort eingerichteten Futterstellen zu beobachten und zu fotografieren.

Erfahrungsgemäß nimmt die Artenvielfalt vor Ort im Laufe des Winter etwas zu, da viele Arten erst in unsere Gefilde reisen oder vom Land in die Städte ziehen, wenn anderswo aufgrund des anhaltenden Winters das Nahrungsangebot abnimmt. 

Außerdem muss sich die Futterstelle auch erst einmal in Vogelkreisen herumsprechen und bei meinem letzten Besuch in der vorletzten Woche war sie gerade erst wieder frisch eingerichtet worden.

Und so gesellten sich gestern neben den schon beim letzten Mal in Massen gesichteten Meisen, Amseln und dem Rotkehlchen auch die ersten Stare und ein Buchfink hinzu, die ich jedoch beide nicht so ordentlich auf Bild festhalten konnte, als das ich sie euch zeigen würde. ;-)

Auch der Buntspecht traute sich dieses Mal an die Futterstelle heran, auch wenn er uns nur eine Chance gab, ihn abzulichten. Danach ward er nämlich nicht wieder gesehen. ;-)

Auch Waldefried (rechts) und Walburga (links), die beiden Waldkäuze, die über Tag oft im Kamin des dortigen kleinen Hauses schlafen, waren dieses Mal beide da. Vorletzte Woche ließ sich nur Walburga blicken.

 

 

Nach ca. 2 1/2 Stunden wurde es doch recht frisch und so beschlossen wir kurzerhand, noch "Hochwassertourismus" zu betreiben und uns etwas zu bewegen. ;-)

Vater Rhein erhebt sich zur Zeit aufgrund von Schneeschmelze und dem ausgiebigen Regen in der letzten Zeit im Moment ziemlich aus seinem Bett. Gestern Abend waren wir bei 8 Metern und heute Morgen gegen 6 Uhr wurden 8,37 Meter gemessen. Heute Abend gegen 19 Uhr erfolgt die nächste Messung. Der Höchststand wird im Moment für Montagabend mit ca. 9 Metern erwartet. In Köln wurde die Schifffahrt mittlerweile komplett eingestellt, was automatisch ab einem Wasserstand von 8,30 Metern passiert.

Beim Jahrhunderthochwasser im Jahr 1995 lag der Pegel in Köln bei 10,64 Metern. Zum Vergleich ... der normale Pegel liegt bei ca. 3,84 Metern.

Unser Ziel für den "Hochwassertourismus" waren die Rheinwiesen in Köln-Poll, die teils schon komplett überflutet waren und teils am Rand vor dem Hochwasserwall standen.

Ja, war schon recht viel Wasser. ;-)

Und wo wir schon mal vor Ort waren, haben wir natürlich auch ein paar Fotos gemacht. Allerdings weniger vom Hochwasser selbst, sondern von den architektonisch interessanten Gebäuden auf der anderen Rheinseite. ;-)

So seht ihr zum Beispiel die 3 bekannten Kranhäuser von Köln. Es handelt sich um 2 Bürogebäude und ein Wohnhaus mit 133 Wohnungen (Quadratmeterpreis bis zu 8.000 EUR). Wer dort wohnt, hat Kohle und zwar nicht wenig. Die Wohnungen waren trotz der gigantischen Preise binnen kürzester Zeit verkauft. Die Tiefgarage der Anlage ist zur Zeit mit 1,6 km Länge die Längste Europas. Wer sein Auto auf einem festen Parkplatz abstellt, hat für dieses Recht bei Einzug 10.000 EUR zahlen dürfen. Wer allerdings davon ausgeht, dass er damit lebenslanges Parkrecht dort hat, der liegt falsch. Das Geld sichert allein die Tatsache, dass man einen Platz mieten "darf". Die Platzmiete selbst beträgt dann nochmal ca. 120,00 EUR monatlich. Hier könnt ihr noch ein wenig mehr darüber lesen.

Der zumindest für das Rheinland bekannteste Besitzer einer dieser Wohnungen ist übrigens Lukas Podolski.

Die Kranhäuser werde ich auf jeden Fall auch einmal im Dunkeln fotografieren ... hab ich mir zumindest vorgenommen. ;-)

Aber nun hier ein paar Bilder ...

 

 

Leider wurde es zum Ende unseres Ausflugs immer dunkler und zurück am Auto setzte dann etwas Regen ein. Danke lieber Wettergott, dass du gewartet hast, bis ich im Auto saß. ;-)

Ob Andreas auch trocken geblieben ist, das weiß ich nicht genau, denn er wollte als Einziger von uns Dreien nach unserem kleinen Spaziergang am Rhein von insgesamt knapp 3 km mit Sack und Pack noch auf die Poller Rheinbrücke hinauf, um von dort vielleicht noch ein lohnendes Foto machen zu können.

Ich habe dankend darauf verzichtet. Frau rostet über den Winter ja doch etwas ein und ist es nicht mehr gewohnt, ihren ganzen Fotokram samt Stativ durch die Gegend zu schleppen. Ich malte mir von dort oben kein wirklich wirkendes Motiv aus (vielleicht muss ich mich von Andreas noch vom Gegenteil überzeugen lassen) und ich hörte meine Sitzheizung im Auto schon nach mir rufen. ;-)

Gestern Abend ging es dann noch zu lieben Freunden und der Abend war lustig und vor allem lang, sodass wir erst gegen 2 Uhr morgens zu Hause waren. Meine Nacht war trotzdem gegen 9 Uhr zu Ende.

Gleich werden wir erst mal die Biathlon-Rennen von gestern gucken, die wir nicht live sehen konnten, aber als Fans nicht verpassen wollen, bevor wir im Anschluss dann die heutigen Rennen noch schauen. ;-) Also ein entspannter Tag auf dem Sofa.

Habt einen schönen Sonntag und eine ruhige nächste Woche.

Eure

 

 

18 Antworten auf Vogelhochwassertourismus ;-)

  • Sehr schöne Bilder von Natur und Architektur.
    An meinen Futterstellen ist seit langer Zeit gar kein Vogel zu sichten :kopfschuettel:
    Mein Mann meint, das läge sicherlich daran, dass wir wegen des Sturms einige Tannen und Fichten fällen mussten. Zwei waren schon auf das Nachbargrundstück gestürzt und so wollten wir kein Risiko mehr eingehen.
    Nun ist alles kahl und wird erst im Frühjahr das Beet neu angelegt.
    Aber es gibt auch noch einen Kirschbaum und Hecken....vielleicht trauen sich Piepmätze bald wieder.
    Alles Liebe von Mathilda ❤

  • Liebe Frauke, :liebe: Dein Zeilen lesen wie immer so lebendig als wenn ich dabei gewesen wäre, :foto: nur lag ich im Bett und habe meinen fehlenden Schlaf nachgeholt :kopfkratz: statt mit Euch auf eine interessante Tour zu gehen. :rotwerd: Besonders Deine Fotos von der Schäl Sick aus finde ich richtig toll. :daumenhoch: Hochwasser gab es heute auch am Siegwehr.
    Liebe Grüße Gitte :liebe:

  • Tolle Aufnahmen :)

    Das mit den Kranhäusern ist ja interessant. Die Preise sind jedoch hossa

    Unsere Futterstellen werden gut besucht. Bin auch schon früh mit den Füttern angefangen, so im Oktober, damit die Piepser wissen wo sie wenn es kalt wird hin müssen. Dieses Jahr gibt es auch getrocknete Mehlwürmer und die kommen gut an.

    LG
    Marlene

    • Huhu Marlene,
      hossa ... das trifft es ggg.
      Ohja, die Mehlwürmer gehen in der Regel als erstes weg. :-) Schade, dass ich keine eigene Futterstelle zu Hause einrichten kann. :-(
      LG Frauke

  • Hallo,

    boh äj, die Bilder sehen fast genau so aus wie meine :totlach:
    War schon sehr interessant da unten an dem Fluß und du hast wieder mal ein paar sehr schöne Beschreibungen zu deinen Bildern beigefügt.
    Ich fine es hat sich gelohnt auf die Südbrücke zu gehen, die Aussicht war nicht schlecht da oben. Ich schicke dir mal Fotos davon dann kannst du selber entscheiden ob es sich gelohnt hat oder nicht.

    Liebe Grüße
    Andreas

  • mein Favorit: die Waldkäuze! das ist so ein richtiges "gute Laune"Bild, da muss man mindestens schmunzeln, wenn man die sieht. :)
    es ist echt erstaunlich, wie "fremd" diese anblicke auf die andere rheinseite bei Hochwasser wirken. wenn man halt die Ansicht bei normalem Pegelstand verinnerlicht hat. eine völlig andere perspektive, obwohl ich die Motive natürlich kenne ;-) Poller rheinwiesen gehörten auch zu meinem revier :daumenhoch: tolle Fotos - wie immer!
    liebe grüße!

    • Huhu liebe Ina,
      ja, die 2 Käuze sind toll. Schade, dass ich sie bisher noch nie woanders als dort oben gesesehen habe. :-) Hätte sie z. B. gerne mal in einem Baum sitzend oder so ähnlich. :-)
      Auf den Poller Wiesen war ich jetzt das erste Mal. :-)
      LG Frauke

  • Hallo Frauke,

    sehr schön geschrieben und gezeigt. Ja das war eine schöne Tour mit Euch! Meine Bilder habe ich noch nicht groß angefasst oder hochgeladen, sehen eben aus wie eure :totlach: :totlach: :totlach: Nee, Spaß, ich hatte noch keine Zeit. Und hier bei Dir habe ich auch wieder was über die Kranhäuser gelernt. Tja, Kohle müsste man haben :huepfdreh: Aber andererseits weiß man dann nicht unbedingt wie das Leben schmeckt :floet: Also alles überbewertet :green: Ich freue mich schon auf die nächste Tour!

    Viele Grüße
    Helmut

  • Die Kranhäuser finde ich witzig, aber wohnen möchte ich da sicher nicht. Die sehen aus wie - wie heißt das Ding gleich - bei einem U-Boot - was aus dem Wasser schaut für den Rundumblick. Vielleicht weißt du, was ich meine.
    Hab noch einen guten Abend liebe Frauke.

    • Huhu Kerstin,
      ne, wohnen möchte ich da auch nicht, obwohl die Aussicht auf den Rhein schon schön ist. :-)
      Periskop nennt sich das Ding glaub ich. :-)
      Dir auch einen schönen Abend ... falls du noch wach bist ggg.
      LG Frauke

  • Die Käuze sind natürlich niedlich.
    Bei den Rhein-Photos denke ich, dass du sie "gefälscht" hast? Jedenfalls, so spiegelglatt sieht der Rhein doch nie aus, oder?

    • Huhu Treibgut,
      die sogenannte "Fälschung" kommt dadurch zustande, dass ich einen Graufilter vor das Objektiv geschraubt hatte, der die Belichtungszeit verlängert. Durch die lange Belichtungszeit kommt der Glatteffekt zustande. Fotografiert man mit Langzeitbelichtung z. B. rauschendes Wasser (Wildbach), so ist der Effekt, dass das Wasser glatt und neblig erscheint. :-)
      LG Frauke

  • Ja, ich entsinne mich, deine Ardennen-Photos mit Wildbach-Experimenten. Die gefielen mir visuell nicht so. Aber der glatte Rhein mit den Kranhäusern sieht so schon faszinierend aus, weil das Auge es so nicht sieht.

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