Unterwegs mit dem Vulkanexpress

Mit ihm wollte ich schon immer mal fahren … mit dem Vulkan-Express.

Wobei „Express“ sich hier definitiv nicht auf schnell bezieht, denn der Zug tuckert auf Schmalspurschienen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h durch die Lande.

Der Zug überwindet auf seiner ca. 18 km langen Gesamtstrecke fast 400 Höhenmeter zwischen Rhein und Eifel und fährt zweimal und manchmal dreimal täglich 9 Haltestellen zwischen Brohl und Engeln an.

In Engeln kann man sich direkt im „Bahnhofsgebäude“, das den Namen wegen seiner „Größe“ eigentlich gar nicht wirklich verdient hat, in der Vulkanstube mit Getränken, kleinen Speisen wie Pommes, belegten Brötchen und Kaffee und Kuchen verpflegen lassen.

Von dort kann man auch wunderbar zu Tagestouren starten. Das Angebot ist groß.

Neben den normalen Fahrten gibt es auch regelmäßig Sonderfahrten wie zum Beispiel Fahrten mit Frühstück, Brunch oder auch Nikolaus-, Weihnachts- und Silvesterfahrten oder auch Gruppenfahrten mit Kombi-Angeboten z. B. mit einer Schifffahrt etc..

Es gibt eine 1. Klasse und eine 2. Klasse, wobei die 1. Klasse lediglich ein kleines abgetrenntes Stück in einem 2. Klasse-Wagen ist, wobei sich die 1. Klasse zumindest von Außen betrachtet, auf mit Stoff bezogene Sitze bezieht. Andere Annehmlichkeiten konnte ich von Draußen nicht feststellen, denn wir hatten die 2. Klasse gewählt.

Und woher das Wort „Holzklasse“ kommt, weiß ich jetzt auch.

Aufgrund von Corona scheuen im Moment Viele die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, was uns heute zu Gute kam, als wir um 9.30 Uhr von Brohl gestartet sind.

Auf die 4 Waggons waren vielleicht 15 Leute verteilt und der GöGa und ich hatten sogar Hin und Zurück einen Waggon ganz für uns allein, sodass ich ungehindert beliebige Fenster öffnen konnte, um die vorbeiziehende Landschaft, die heute mit vielen Schäfchenwolken aufwartete, fotografieren zu können.

So aus dem fahrenden Zug heraus waren jetzt keine super Bilder zu erwarten, aber sie dienen hier auch mehr der Dokumentation.

Meist wird der Zug durch eine Diesellock gezogen, aber an ausgewählten Tagen kommt eine historische Dampflokomotive zum Einsatz.

Ich möchte nicht wissen, wie viele Fotografen dann an der gesamten Strecke verteilt stehen, um den Zug mit der Dampflock zu fotografieren, denn selbst heute, nur mit der Diesellock als Zugmaschine, standen schon ein paar Fotografen an der Strecke.

Ein Herr fuhr sogar auf der Hin- und Rückfahrt mit seinem Auto die Strecke ab und ich sah ihn immer wieder mit seiner Kamera plötzlich irgendwo an der Strecke stehen und fotografieren.

Ja, es gibt viele Eisenbahnfans, die Bahnen fotografieren. Wäre jetzt nix für mich, aber jedem sein Hobby.

Das regelmäßige Fahrangebot ist überwiegend nur durch ehrenamtlich tätige Eisenbahner möglich, seien es Lokführer, Schaffner, Gleisbauer und Maschinenschlosser der Interessengemeinschaft Brohltal-Schmalspureisenbahn e. V. (IBS), die den Eisenbahnbetrieb seit 1991 unter Gründung einer eigenen Betriebsgesellschaft vollständig übernommen hat.

So richtig landschaftlich schön mit toller Weitsicht ist eigentlich nur das Stück zwischen Niederzissen und Engeln. Hier ist man noch ca. 30 Minuten von der insgesamt 90minütigen Fahrt pro Strecke unterwegs.

Meiner Meinung nach lohnt sich die Fahrt mit dem Vulkan-Express, aber wenn man die Strecke im Sommer einmal gefahren ist, dann ist es auch gut.

Ich würde die Strecke dafür im Winter bei Schnee noch einmal fahren wollen.

So, ich habe jetzt schon viele Infos über den Vulkan-Express für euch niedergeschrieben und noch viel mehr könnt ihr bei Bedarf auf der Homepage des Vulkan-Express lesen.

Habt ein schönes Restwochenende.

Eure
Frauke

5 Kommentare

  1. Ach guck mal, wie schön! Das wäre auch für uns ein schönes Ausflugsziel und ein Erlebnis! Insbesondere für den Junior. Wäre toll, wenn wir soetwas bald auch mal unternehmen könnten. Bis in die Eifel ist es von uns aus ja auch nicht sooo ultra weit, würd ich mal sagen.
    Der „Express“ ist klasse. Fahre gerne in Zügen und ähnlichem. Holzklasse? Ah, also daher :totlach: Die Bilder sind total schön und so farbintensiv, ich mag sie.
    Das letzte Mal in der Eifel besuchten wir das Vulkan-Museum und waren dann auch noch in nem Park unterwegs, da standen viele Steinfiguren. Das kann aber auch schon aufm Rückweg nachhause gewesen sein!? Ich weiß das nimmer so ganz genau. In jedem Fall war der junge Herr vom Museum schwer beeindruckt.

    LG
    Sandra

    • Huhu liebe Sandra,

      ja, die Fahrt mit dem Zug würde dem Junior mit Sicherheit gefallen.
      Aber von euch bis dahin ist wohl glaube ich etwas weit.
      Hab gerade mal geguckt … das wären für euch 200 km eine Strecke.

      Den Park mit den Steinfiguren kenne ich jetzt nicht. Ist aber vielleicht auch mal ganz interessant. :-)

      LG Frauke

  2. 200 Kilometer!?
    Was ist das schon! Sitzen bzw. fahren wir auf einer Pobacke ab *lol* Wenn das Wetter schön ist und wir die notwendige Zeit und Muse haben, dann machen wir das. Das macht uns nichts aus. Nach ca. 1 Stunde Fahrt rasten wir 10 Minuten, vertreten uns die Beine, dann geht es weiter.

    Wir fahren dann meistens schon morgens so um 07:00 Uhr los und fahren dann meistens so gegen 17:00 Uhr oder 18:00 Uhr wieder heim. In den Sommerferien geht das gut. Wir haben vor Corona solch‘ lange Strecken des Öfteren gemacht!

    LG
    Sandra

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