– eine fotografierende Rheinländerin im Vorgebirge –

Unterwegs im Hohen Venn

Das Hohe Venn war schon länger ein Ziel, dass wir uns gesetzt hatten und so sind Andreas, Helmut und ich gestern Morgen in den belgischen Teil des Hohen Venns gefahren, das zum großen Teil aus Hochmoor besteht.

Leider sind die Wege dort nicht wirklich ausgeschildert und so hatte ich mir anhand einer Website eine ca. 3,5 km “lange” Strecke ausgeguckt, die eigentlich gut beschrieben war und so zogen wir gegen 9.30 Uhr ab dem Parkplatz an der Baraque Michel los.

Leider war es dort oben sehr neblig. Einerseits hatte das Venn dadurch etwas mystisches, aber andererseits war die Sicht wirklich ziemlich eingeschränkt, sodass wir die von uns angepeilten Baumleichen des Noir Flohay, einer größeren Fläche des Moors, die 2011 gebrannt haben, leider nicht sehen konnten. Wir hatten hier eine bestimmte Baumgruppe im Sinn.

Es ging zum größten Teil über die für Moorflächen bekannten Holzstege, aber teilweise auch durch wirklich schlammige Flächen. Hier ist festes und möglichst wasserfestes Schuhwerk angesagt.

Bis auf die hier und da seltsam anmutenden Baumleichen war das Venn um diese Jahreszeit aber absolut langweilig. Eine triste und tote Landschaft. Das einzige Lebewesen, dass ich bis auf Wanderer dort gesehen habe, war ein einsamer Vogel, bei dem ich mich gefragt habe, ob er sich wohl verflogen hat. ;-)

Da wir nur eine ungefähre Ortsangabe der Baumgruppe hatten, die wir unbedingt fotografieren wollten, aber Dank Nebel keine wirkliche Sicht hatten, liefen wir auch prompt an der Abzweigung vorbei, wo wir wohl hätten abbiegen müssen, um zumindest den von mir ausgeguckten 3,5 km Rundweg zu absolvieren.

Und so liefen und liefen wir, bis wir schließlich an eine kleine Brücke kamen, die den kleinen Bach überspannte, der uns teilweise auf unserer Runde begleitet hatte, mit einer Hinweistafel auf der wir unsere Position im Venn sehen konnten. Tja, hier wurde uns dann bewusst, dass wir die Abzweigung für den Rundweg verpasst hatten und viel zu weit gelaufen waren.

Allein bis zu dieser Stelle waren wir bereits 4,1 km unterwegs.

Bis hierhin sind dann auch die nachstehenden Bilder entstanden … zwischendurch lichtete sich der Nebel zumindest ein bisschen. :-)

 

 

Nun blieben 3 Möglichkeiten. Nummer 1 … über Schotterwege recht nah an der Landstraße entlang (nöööööö, das wollten wir nicht). Nummer 2 ein Stück zurück und die nicht beschilderte Abzweigung suchen, die ein Trampelpfad sein musste und dadurch nochmal etwas mehr Strecke abreißen oder Nummer 3 … auf dem gleichen Weg zurück.

Da besonders ich seit Beginn des Herbstes kaum noch was gemacht habe, ist meine Kondition mit Fotorucksack auf dem Buckel im Moment nicht wirklich die Beste, zumal ich ja auch noch mein eigenes Gewicht tragen muss und eine Elfe bin ich nunmal nicht. Und so wurde entschieden, wir nehmen den gleichen Weg zurück.

Nach ca. einem Drittel des Rückweges wurde mein Fotorucksack wirklich unerträglich schwer, sodass ich mir 5 Minuten Pause erbat, um das Ding von meinen Schultern zu nehmen *uff*. Danach habe ich den Rest der Strecke gefühlt nur noch im Schneckentempo zurück gelegt und die beiden Herren etwas ausgebremst. ;-)

Man war ich froh, als wir endlich nach insgesamt 8,2 km wieder am Auto angekommen waren.

Vor dem Heimweg wollten wir uns dann noch in der Baraque Michel etwas stärken und eine Kleinigkeit essen … daraus wurde dann allerdings Dank des “freundlichen” Personals nichts.

Wir hatten uns an einen freien Tisch im Gastraum am Fenster gesetzt und wurden dann erst einmal darüber aufgeklärt, dass wenn wir nur “eine Kleinigkeit” essen wollten, wir uns woanders hinsetzen müssten, da der Bereich, in dem wir säßen für Essensgäste vorgesehen sei. Aha … na dann … einen letzten freien Tisch in einem Nebenzimmer besetzt. Dank nur 1 vorhandenen Karte für “Kleinigkeiten” waren wir dann leider noch nicht mit Aussuchen fertig, als selbiger Kellner schon nach kurzer Zeit wieder bei uns am Tisch auftauchte und in einem nicht wirklich zuvorkommenden Tonfall wissen wollte, was wir denn nun haben würden wollen.

Er war sichtlich nicht darüber amused, dass wir mit Aussuchen noch nicht fertig waren und zog also wieder von dannen und so beschlossen wir dann spontan, dass wir dann doch nur etwas trinken wollten und lieber auf dem Rückweg an einer auf dem Hinweg gesichteten Pommesbude speisen wollten, was wir dann auch getan haben. ;-)

Die Baraque Michel ist Startpunkt vieler Wandertouren im Venn und dementsprechend viel Publikumsverkehr herrscht dort und das merkt halt auch. Da ist alles auf schnell schnell ausgelegt, um möglichst viele Gäste durch den Tag ziehen zu können und da passt man dann wohl nicht recht ins Konzept, wenn man nur eine Kleinigkeit möchte und vor allem dann noch länger Zeit braucht, um sich etwas auszusuchen. ;-)

War mein erstes und letztes Mal da … da ziehe ich die belgische Pommesbude gerne vor. :-)

Zu Hause war ich den Rest des Abends so dermaßen platt und meine Knochen waren froh, als ich sie auf dem Sofa und später dem Bett in die Horizontale gebettet habe und auch heute steht mir der Sinn noch nicht wirklich wieder nach Bewegung.

8 km sind eigentlich wirklich nicht viel … aber wenn man nicht im “Training” ist, dann können die ganz schön lang werden. Vor allem, wenn es auf dem Rückweg oft leicht bergan geht und man auch noch Gegenwind hat *brrrrr*.

So, jetzt aber genug gejammert. :-)

Habt einen schönen Sonntag und auch einen guten Jahresausklang. Kommt gut ins neue Jahr, in dem wir uns hoffentlich wieder hier lesen werden.

Eure

4 Antworten auf Unterwegs im Hohen Venn

  • Sehr stimmungsvolle Aufnahmen hast du mitgebracht. Auch ich hatte mich einmal übernommen und weiß heute noch, wie sehr ich mich freute, als ich von Weitem mein Auto sah :-) In dem Restaurant wäre ich auch wieder gegangen.

  • Hallo Frauke,
    ja es ist sehr schade das wir diese Bäume nicht gefunden haben, aber beim nächsten mal jetzt wissen wir ja wo wir hin müssen. Oder? :kopfkratz:
    Ich fand die Tour sehr schön. Ich finde das hatte etwas mystisches mit dem Nebel.
    Dein Bild Nr. 6 finde ich klasse. Ich hatte auch noch überlegt diese Baumreihe abzulichten, entschied mich aber dagegen. Blöder Fehler!
    Wir sollten auf jeden Fall noch mal dort hin fahren.

    Liebe Grüße
    Andreas

    • Hi Andreas,
      beim nächsten Mal finden wir sie … bestimmt. :-)
      Die Tour war wirklich schön, wenn auch für mich zumindest echt anstrengend irgendwie.
      Tja, blöder Fehler … geht mir auch öfter so. ;-)
      LG Frauke

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