Spaziergang ums Weinfelder Maar

Nachdem der Wetterbericht für gestern Nachmittag ein paar Stündchen Sonne und für den Rest der Woche zwar mildere Temperaturen, aber dafür ein Einheitsgrau und teilweise Regen gemeldet hatte, habe ich spontan gestern Mittag schon Feierabend gemacht und bin in die Vulkaneifel gefahren.

Ziel war das Weinfelder Maar und der dortige Dronketurm auf dem Mäuseberg.

Der Dronketurm wurde zu Ehren des Gründervaters des Eifelvereins Dr. Adolf Dronke 1900 gebaut und befindet sich auf dem Mäuseberg in direkter Nähe zu den 3 Dauner Maaren (Weinfelder Maar, Gemündener Maar und Schalkenmehrener Maar).

Der Mäuseberg ist die höchste Erhebung der Gegend der 3 Maare mit 561,2 m ü. N..

Den etwa 10 Meter hohen Dronketurm kann man über eine sehr enge  Wendeltreppe aus Metall besteigen und von der obigen Plattform eine 360 Grad Aussicht genießen.

Auf dem Mäuseberg selbst stehen viele Sitz- und auch Liegegelegenheiten zur Verfügung und laden bei entsprechendem Wetter zum Verweilen ein.

Aufgrund der Herbstferien waren doch einige Menschen bei dem schönen Wetter unterwegs.
Die Ferien waren mit glatt entfallen und ich hatte mich zunächst über den regen Verkehr an einem Montagnachmittag gewundert. :-)

Nachdem ich vom Auto aus erst einmal den direkten Weg auf den Berg genommen habe, der sich lt. Maps 800 Meter in die Länge zieht, ging es danach dann hinunter zum Weinfelder Maar, das am Fuße des Mäuseberges liegt, um es noch zu 3/4 zu umrunden, bevor es wieder zum Auto ging.

Rund um das Maar bieten sich zahlreiche schöne Blicke auf das Maar und die Umgebung.

Kurz vor Ende der Runde kam ich an der Weinfelder Kirche vorbei, die ich aufgrund ihrer „Größe“ eher als Kapelle bezeichnen würde.

Sie gehört zu den ältesten christlichen Kirchen der Eifel und wurde 1044 erstmal erwähnt und ist dem heiligen Martin geweiht. Die frühesten Fundamente stammen aus römischer Zeit.

Existieren muss die Kirche allerdings schon länger da die Pfarrei von Weinfeld bereits 731 urkundlich erwähnt wurde.

Zur Pfarrei Weinfeld gehörten einst auch die Orte Mehren, Schalkenmehren, Saxler und Udler.

Der einstige Ort Weinfeld, zu dem die Kirche gehörte, wurde von seinen Bewohnern im Laufe der Jahre wegen Krieg, Pest und anderer Not verlassen. Im Jahr 1562 verließ als letzter Pastor Peter von Mehren das Dorf und zog hinunter in das nicht sehr weit entfernte und noch heute existierende Schalkenmehren.

Einzig die Kirche ist von Weinfeld übrig geblieben, inmitten des kleinen Friedhofes, auf dem noch heute die Bewohner von Schalkenmehren bestattet werden.

Bis 1726 war die Weinfelder Kirche noch Pfarrkirche der umliegenden Dörfer. Im Jahre 1803 bekam Schalkenmehren dann eine eigene Pfarrei.

Die Kirche verfiel zu einer Ruine, konnte 1889 aber durch Zuschüsse wieder aufgebaut werden.

Am Weinfelder Maar

Silbern treibt der Wind die Wellen
hin zum Rand am Kratersee,
raubt dem knorrigen Holunder
für den Pfad den Blütenschnee.
Wo sein Feueratem glühte,
er einst Asche trieb und sprühte,
spielt er friedlich auf der Geige
sanfte Lieder ins Gezweige.

Hoch am Maar steht die Kapelle,
feste Mauern, sturmerprobt;
über ihre alte Schwelle
trugen viele Leid und Not.
Wind weht leise um die Mauer,
grün bemoost steht mancher Stein,
wo in Erde, voller Trauer,
schloss man, die hier lebten, ein.

Wenn in sternenklaren Stunden
nachts der Schäfer mit den Hunden
um die kleine Herde geht,
lauscht er nach den fernen Stimmen,
die der Wind vom Dorfe drinnen –
einst versunken –
zu ihm weht.

(c) Wilma Herzog, Gerolstein, 2017

Und mit diesem schönen Gedicht soll es das für heute auch gewesen sein

Eure
Frauke

4+

4 Kommentare

  1. Ein schönes Gedicht und ein super Ausflug liebe Frauke.
    Wie schön dass du frei machen konntest :foto:

    Liebe Grüsse,♥
    k

  2. Hallo Frauke,

    der Ausflug hat sich gelohnt für dich. Und sehr schöne Fotos von der Landschaft und Kapelle hast du mitgebracht. Auch dein Bericht ist sehr interessant und informativ, klasse geschrieben mit einem schönen Gedicht zum Schluß.

    Viele Grüße
    Helmut

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