Spaziergang Dünstekoven

Gestern Morgen habe ich tatsächlich mal ausgeschlafen und bin erst gegen 9 Uhr aus den Federn gestiegen … kommt nicht oft vor.

Am Vorabend wurde es bei einem Besuch bei Freunden etwas später und da das Wetter eher nicht so berauschend sein sollte und Makros am frühen Morgen sowieso nicht in Frage kamen, plagte mich auch nicht das schlechte Gewissen, was ich sonst habe, wenn ich nicht aus den Federn komme und dann überlege, was ich fototechnisch alles verpasse, wenn ich nicht aufstehe.

Vor die Tür wollte ich am Nachmittag aber trotzdem.

Wenn ich den ganzen Tag in der Bude gehockt habe, ärgere ich mich abends immer, dass ich nicht doch etwas vor die Tür gegangen bin (es sei denn es hätte den Tag über geregnet).

Allzu weit wollte ich allerdings nicht von zu Hause aus weg und so bin ich einfach ein paar Dörfer weiter nach Dünstekoven gefahren, um dort einmal um das Naturschutzgebiet (NSG) Kiesgrube Dünstekoven zu laufen.

Die Strecke geht teilweise durch den Wald und teils durch die Felder, die dort leider allesamt bewirtschaftet sind … Monokultur vom Feinsten. :augenroll:  

3 Aussichtspunkte gibt es auf dem Rundweg von denen man in die ehemalige Kiesgrube schauen kann.

Die Grube bietet vielen Arten ein Zuhause und hätte Platz für noch viel mehr Arten.

Ich hoffe ja jedes Jahr aufs Neue, dass in den Steilwänden der Grube Bienenfresser Einzug halten.

In den ersten Jahren des neuen Jahrtausends brüteten 3 Paare dort. Seitdem allerdings nicht mehr.

Die bunten Vögel sind Zugvögel und nur im Sommer in Deutschland vertreten. Sie brauchen ein warmes Klima und durch den Klimawandel breiten sie sich langsam auch in Deutschland aus, wobei die bekannten Brutreviere in Deutschland trotzdem noch sehr selten sind.

Standorttreu sind sie im Sommer seit Jahren schon im Gebiet des Kaiserstuhls … aber da fährt man halt von uns aus nicht gerade mal an einem Tag hin und wieder zurück.

Aber nun wieder zurück zum gestrigen Ausflug.

Bienenfresser gab es natürlich keine. :augenroll:  

Aber auch sonst konnte ich gestern nicht viel entdecken und so wurden es größtenteils Landschaftsfotos.

Zu Beginn des Rundweges kamen mir zunächst 3 Kinder auf dem Fahrrad, dann ca. 100 Meter dahinter 3 Männer auf dem Fahrrad und wieder ca. 100 Meter dahinter 3 Frauen auf dem Fahrrad entgegen und ich bin mir sicher, die gehörten alle zusammen.

Die Kinder vorne weg … bloß Abstand zur anderen Generation halten. Die Männer mit Abstand zu den Frauen … wahrscheinlich endlich mal Ruhe unter Männern genießen und schließlich die 3 Frauen … laut quatschend … dem Klischee entsprechend. :green:  

Die Luft roch nach reifem Korn und die Kornfelder, die noch nicht gemäht sind, müssen auch nicht mehr lange warten. Bei der nächsten Trockenperiode sind sie fällig.

Dann ging es in den Teil des Rundweges, der durch das NSG Waldville führt.

Vorbei an sich im Wind wiegenden Bäumen, begleitet vom Knarzen etwas älterer Gesellen.

Hier sah ich jede Menge Schmetterlinge durch die Gegend flattern, was ein Foto unmöglich machte. Nur ein Tagpfauenauge war so nett und ließ sich kurz vor mir auf dem Boden nieder.

An einem der Aussichtspunkte habe ich eine Zeitrafferaufnahme gemacht. 2 Stunden Fotos schießen für schließlich 20 Sekunden Film.

Ich frage mich, was der Stacheldraht oben auf der Holzkonstruktion soll. Warum sollte da jemand drüber klettern wollen, wenn er locker durch die Ausguckspalte
passt !?

Hierzu habe ich die eingebaute Zeitrafferaufnahmefunktion in der Kamera ausprobiert, was bei den gestrigen Lichtverhältnissen allerdings keine gute Idee war.

Wir hatten den ganzen Tag stärkeren Wind mit teils sehr kräftigen Böen, der die Wolken nur so vor sich hin trieb. Da es allerdings immer wieder Wolkenlücken gab, wechselten die Lichtverhältnisse des öfteren. Ich hätte besser nicht die eingebaute Zeitrafferfunktion genutzt, sondern den Lichtverhältnissen entsprechend immer wieder angepasste Bilder machen sollen, um diese später mittels Software zum Zeitraffer zusammenzusetzen.

Aber man lernt ja durch seine Fehler … also meistens. ;-)

Ein Fehler war auch, dass ich ausnahmsweise keine zweite Kamera dabei hatte und so konnte ich auch nicht das Reh fotografieren, was plötzlich unten in der Grube stand, da die Kamera ja mit dem Zeitraffer beschäftigt war. Dumm gelaufen ! :augenroll:  

Nach knapp 2 Stunden hatte ich dann schließlich keine Geduld mehr und beendete die Zeitrafferaufnahme und nahm das letzte Stück Rundweg in Angriff. Hier sah ich leider auch nicht mehr allzu viel.

Gegen halb 8 kam ich dann schließlich nach 4 Stunden wieder am Auto an.

Müde Füße, Hunger und ab nach Hause. :-)

Und heute hatte mich der Büroalltag schon wieder … aber der Bürotag ist ja Gott sei Dank schon wieder vorbei.

Habt eine ruhige Woche.

Eure

Frauke

 

 
 
2+

4 Kommentare

  1. Bei dem Sturm gestern hat sich bestimmt die ganze fliegende Bevölkerung in Sicherheit gebracht und keine Lust auf ein Shooting ;-)
    Wir wollten grillen, aber es wurde ganz schön heftig und so musste ich in der Küche was organisieren.
    Unser Katzenkind steckte seine Nase durch den Fliegenvorhang, ging drei Schritte auf den Balkon und zack wieder rein ;-)
    Heute Nachmittag wurde es auch wieder heftig, allerdings kamen die Meisen sich Nüsschen holen. Das Eichhörnchen wurde nicht gesehen und die Nüsse liegen noch auf dem Tisch. Es wird sich eingemummelt haben.
    Und so wird es auch vor deiner Kamera gewesen sein. Alle im geschützten Trockenem.
    Dennoch hast du doch schönes vor die Kamera bekommen.
    Und das Büro kann ja auch nicht ohne dich *g*
    Sei lieb gegrüsst ♥
    k

    • Huhu liebe k,
      da könntest du natürlich recht haben, dass sämtliche Tiere bei dem Wind lieber im Schutz von Bäumen und Sträuchern bleiben. :-)
      Dein Katzenkind und das Eichhörnchen scheint ja auch nicht begeistert vom Wetter gewesen zu sein. ;-)
      LG Frauke

  2. Hallo Frauke,

    schön beschrieben und mit Fotos ausgestattet ist dein Bericht. Das war bestimmt eine schöne Tour. Auf meiner Rodderbergtour war auch nicht viel los. Aber es hat Spaß gemacht bei ständig wechselndem Wind und Licht über die Höhen zu laufen. Ich freue mich schon wieder auf die nächste gemeinsame Tour. :huepfdreh:

    Viele Grüße
    Helmut

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