Morgenspaziergang in der Ville

Samstagmorgen war ich für Tiere wie Fasan, Reh, Hase oder gar Wildkatze, die kürzlich von unserem Haus aus keinen Kilometer entfernt mittels Genuntersuchung nachgewiesen wurde, leider zu spät unterwegs. Aber ich kam mal wieder nicht rechtzeitig aus dem Bett *gähn*.

In der Eifel leben die Wildkatzen ja schon lange wieder und breiten sich von dort auch aus und da mehrere Einzelsichtungen in der Nähe der Stelle, wo sie bei uns nun nachgewiesen wurden, gemeldet wurden, hat man mittels Baldrianlockstöcken nun die Existenz dreier Tiere nachweisen können, wobei eines ein Hybrid ist. Bei den zwei anderen Tieren handelt es sich um einen Kater und eine Katze.

Tatsächlich habe ich vor 3 Wochen morgens um kurz nach 5 Uhr eine Wildkatze jagend auf einem frisch abgemähten Feld gesehen, das an der Landstraße zwischen unserem Dorf und dem nächsten liegt. Da wusste ich von der Existenz der obigen drei Individuen noch gar nichts.

Leider hatte ich die Kamera im Kofferraum und da es sich um einen Wochentag gehandelt hat, waren auf der Straße, trotz der frühen Uhrzeit, auch schon zu viele Autos unterwegs, sodass ich sowieso nicht hätte anhalten können, da es sich bei dieser Landstraße um eine direkte Verbindung zwischen Eifelvorland und Eifel und der Köln-Bonner-Bucht handelt, wo viele Eifelaner und Eifelvorländer arbeiten und die auch keinen Randstreifen zum Halten hat.

Aber wieder zu Samstag. :-)

Ich habe morgens um halb 8 auf einem Wanderparkplatz in den Feldern der Ville zwischen unserem Dorf und dem nächsten geparkt und habe von dort eine 1 1/2 stündige Runde durch die dortigen Felder und den angrenzenden Wald gemacht.

Was ist die Ville überhaupt ? (Auszug aus Tante Wiki):

Die Ville ist ein maximal 205 Meter hoher Höhenzug in der niederrheinischen Bucht.

Sie erstreckt sich in Nordnordwest-Südsüdost-Richtung zwischen den Städten Grevenbroich und Pulheim im Nordnordwesten, den Städten Köln, Brühl und Bonn im östlich gelegenen Rheintal, dem Hardtbach im Südosten, der Voreifel im Süden, der Swist im Südwesten bis Westen und der Erft im Nordwesten. Sie ist Teil des Naturparks Rheinland. Ihre höchste Erhebung ist die künstlich entstandene Glessener Höhe (205,8 m).

Der Osthang der Ville zur Rheinebene hin wird von Frechen oder deutlicher von Hürth-Kendenich aus bis Bonn-Duisdorf das Vorgebirge (hier wohnen WIR) genannt. Es ist durch intensiven Gemüse- und Obstanbau geprägt. Durch die Leelage zur Ville ist diese Landschaft windgeschützt und durch eine mächtige Lössbedeckung begünstigt. Früher wurde hier sogar Wein angebaut. Zahlreiche Flur- und Straßennamen zeugen davon.

Die Ville ist ab Brühl durch den Braunkohleabbau, die Kraftwerke und die energieintensive Chemie im Rheinischen Braunkohlerevier industriell geprägt. Bahnlinien waren für die industrielle Entwicklung besonders wichtig. Die erste Bahn, die die Ville querte und dabei die Brühler Gruben anschloss, war die Eifelstrecke mit dem Kaiserbahnhof in Kierberg. Heute gibt es keine Tagebaue mehr im Bereich der Ville. Die Villebahn und die Mödrath-Liblar-Brühler Eisenbahn wurden längst eingestellt. Dennoch bleibt die industrielle Überformung in der Landschaft erkennbar.

Die Wälder der südlichen Ville (Waldville) und des Kottenforstes waren bereits kurfürstliches Jagdrevier. Diese und die rekultivierte Landschaft der mittleren Ville mit ihren Villeseen dienen den Menschen im Großraum Köln/Bonn als Naherholungsgebiet. Der Naturpark Rheinland kann für Köln als Dritter Grüngürtel angesehen werden. Ein Teil der Rekultivierungen wird auch sich selbst überlassen und als Naturschutzgebiet mit begrenztem Zugang ausgewiesen. Teile der nördlichen Braunkohlenville ab Berrenrath wurden auch landwirtschaftlich rekultiviert. Da die Emissionen der dortigen Industrie durch neue Techniken sehr zurückgegangen sind und auch nur noch drei Kohleveredlungsbetriebe existieren, lässt sich auch hier Erholung finden.

Und nun zurück zum ursprünglichen Artikel. :-)

Auf den Feldern reift das Korn. Die Gerste ist schon wesentlich weiter als der Weizen und bald schon werden wieder riesige Mähdrescher über die Felder ziehen und dann ist auch schon Hochsommer und wir können schon wieder an den nahenden Herbst denken.

Dieses Jahr ist für mich bislang in einem Tempo verflogen, wie ich es bislang noch nicht erlebt habe. Liegt aber wohl an meiner persönlichen Situation in diesem Jahr. 

Die Hälfte meines Weges führte mich Samstag durch den Wald, wo ich eine Erdkröte in einer Pfütze fand. An einer lichten Stelle tummelten sich viele Schmetterlinge, aber ich konnte nur einen Admiral fotografieren.

Am Auto zurück, ging es dann direkt nach Hause, denn es sollte ein recht warmer und schwüler Tag werden, der sich bereits um 9 Uhr bemerkbar machte *puh*.

Ausgeklungen ist er nach einem gemeinsamen Essen beim Japaner bei Freunden in der Eifel im Garten mit einem Spieleabend, bis es schließlich zu dunkel wurde. So lasse ich mir Sommertage gerne gefallen. :-)

Sonntag und am gestrigen Montag war ich dann damit beschäftigt, meinen PC zu plätten und neu zu installieren. Das dauert ja immer ewig, bis alles wieder so läuft wie vorher und heute wollte ich einfach mal ausschlafen und so gibt es aus den letzten Tagen keine neuen Bilder mehr.

Euch wünsche ich nun einen schönen Dienstag.

Eure
Frauke

8 Kommentare

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  1. Hallo liebe Frauke,

    erstmal vielen Dank für deine netten Kommentare und für die Verlinkung meines Blogs.
    Natürlich habe ich mich auch hier bei dir umgeschaut und bin begeistert von deinen Bildern. Auf jeden Fall werde ich Dauerleser bei dir und freue mich auf weitere Beiträge.

    Viele Grüße
    Traudi

    PS: Um noch deine Frage zu beantworten, wieviel Zeit zwischen den beiden “Entsorgungsfotos” vergangen ist: es waren etwa 6 Monate.

    • Hallo liebe Traudi,

      sehr gerne … ich schaue nämlich bestimmt wieder bei dir vorbei.
      Allerdings drehe ich meist alle paar Wochen nur eine Blogrunde und die ist dann aber ausgiebig. Also nicht wundern, wenn du erst mal nix mehr von mir hörst. Ich komme wieder. ;-)

      Es freut mich, dass dir meine Bilder gefallen.

      Ich sag einfach mal “wir lesen uns” … bei dir oder hier bei mir.

      6 Monate … vielen Dank für die Antwort. :-)

      LG Frauke

  2. Auch wenn du erst verspätet unter der Decke gekrochen bist, hast du tolle Fotos einfangen können.
    Sind bei euch durch den Kohleabbau irgendwie neue Seen entstanden? Echt krass wie die Zeit im Moment verfliegt. Noch nicht einmal richtig Sommer und man denkt schon fast an die Weihnachtsdeko :cool:

    LG
    Marlene

    • Huhu liebe Marlene,

      ja, der Braunkohleabbau war hier so in den 60er Jahren und dann wurden die Löcher rekultiviert und es gibt dadurch so einige Seen bei uns. Mal mit Badestrand und mal ohne.

      LG Frauke

  3. Eine sehr schöne Gegend! Habe dort mal gewohnt, aber das ist schon lange her. Deine Bilder motivieren, mal wieder hinzufahren. :herz:

    Die Kröte haste ja mega erwischt. Ich wusste gar nicht, dass die so ein … wie soll ich es sagen … abgeschnittenes Gesicht haben. So habe ich sie noch nie gesehen. Ist das ein besonderes Expemplar? Auf jeden Fall ein super Bild.

    Ein schönes Wochenende wünsche ich dir und viel Spaß bei all deinen Vorhaben.

    Lieben Gruß
    Britta

    • Huhu liebe Britta,

      mit dem Gesicht von der Kröte, das ist mir auch aufgefallen und ich hatte zuerst angenommen, es wäre eine andere Krötenart.
      Aber meine Bestimmungsapp beharrt auf Erdkröte und im Netz konnte ich auch keine andere finden, die so aussieht.

      Ja, ist schon schön bei uns. In welchem Dorf hast du denn gewohnt ?

      LG Frauke

  4. Liebe Frauke. Wieder Glück mit den Tieren gehabt! Die Erdkröte sieht aber irgendwie unfreundlich aus :-) Herrliche grüne Bilder, richtig schöne frische Natur. Nun hat es wieder geregnet, die Natur konnte sich erholen. Die nächste Hitze soll kommen.
    Liebe Grüße von Kerstin.

    • Huhu liebe Kerstin,

      ja, die Erdkröte sieht sowieso irgendwie seltsam am Maul vorne aus. :-)
      Die Natur sieht morgens ja sowieso irgendwie immer frischer aus. Hier hat es auch ein paar kühle Tage, teilweise mit Regen, gegeben. Und jetzt ist es Gott sei Dank wieder schön, wenn auch direkt wieder zu warm … also für meine Verhältnisse.

      LG Frauke