Morgens im Westerwald

Die kleine Kapelle hatte ich bei Britta gesehen und sie war so nett und hat mir verraten, wo ich sie finde und so ging es gestern Morgen in aller Frühe los zu einem Kurzbesuch der Kapelle mit anschließendem Bestaunen des Sonnenaufgangs über den Hügeln des Westerwaldes.

Ganz schön kalt war es, denn die Nacht war klar und ein sonniger Tag vorausgesagt.

Gerade mal knapp über 0 zeigte das Thermometer an, als ich dick eingepackt an der Kapelle und anschließend in der Pampa stand und den Vögeln lauschte, die das einzige Geräusch in der sonst vollkommenen Stille von sich gaben.

Herrlich war es als die ersten Sonnenstrahlen die Hügel trafen.

Es hätte eigentlich nur noch ein Wolf vor der Linse gefehlt, was da gar nicht soooo abwegig wäre, denn der Westerwald ist Wolfsgebiet. Nicht nur Durchzieher und wohl ein paar Einzeltiere werden immer wieder gesichtet, sondern es ist auch ein Rudel bekannt, dass schon Welpen hatte und das in ca. 35 km Entfernung zu meinem gestrigen Standort lebt.

Aber es tat mir natürlich kein Wolf den Gefallen, sich mir zu zeigen, denn ich stand auch viel zu offensichtlich in der Gegend herum *ggg*.

Aber auch ohne Wolf mag ich die Bilder, die ich gestern gemacht habe.

Statt einem Wolf gab es aber anderes Wild zu sehen.

Mein erstes wildlife Muffelwild konnte ich gestern entdecken. Leider stand es sehr weit entfernt.

Erst der Blick durch den Sucher der Kamera offenbarte mir, was dort am Waldrand stand, nachdem ich Rehe und Sauen von der Färbung her schon ausgeschlossen hatte.

Auf dem Bild ist ein Zaun im Hintergrund zu sehen, der allerdings wohl ein Stück Wald abtrennt. Die Muffels standen jedoch am Waldrand auf einer riesigen Grasfläche mit Hochstand.

Durch die riesige Entfernung und mangels Licht ist der Ausschnitt aus dem Originalbild zwar eine einzige Katastrophe, aber ich wollte euch die Muffels nicht vorenthalten.

Und statt Wolf gab es dann auf der Rückfahrt nach Hause auch noch einen seiner kleineren Brüder zu sehen.

Auf einem sehr langen und kerzengeraden Stück Landstraße, das von beiden Seiten durch Wald gesäumt war, trat plötzlich ein Fuchs links vor mir aus dem Wald und schnürte am Straßenrand geradewegs auf mich zu.

Da ich aufgrund der frühen Uhrzeit und der örtlichen Gegebenheiten sowieso nicht schnell unterwegs war, um bei Wildwechsel möglichst gefahrlos abbremsen zu können, ließ ich das Auto noch einige Meter langsam rollen und blieb schließlich stehen, da weit und breit kein anderes Auto in Sicht war.

Die Kamera hatte ich für den Fall der Fälle bei der Abfahrt nicht in den Rucksack gepackt, sondern sie lag schussbereit neben mir.

Das einzig blöde war, ich hatte die Einstellungen zum Fotografieren der Landschaft noch drin *grmpf*.

Ich hatte ja sehr gehofft, dass der Fuchs einfach neben meinem Auto weiter schnüren würde und ich ihn durch das geöffnete Seitenfenster hätte fotografieren können, aber er tat mir den Gefallen leider nicht, sondern wechselte dann doch noch vor mir die Straßenseite, bevor er wieder im Wald verschwand.

Ein Schuss durch die Windschutzscheibe und das auch noch mit den völlig falschen Einstellungen sieht dann so aus …

Naja, besser als gar nichts. ;-)

Heute ist hier an fotografieren mal wieder nicht zu denken … also draußen. Es sei denn, man möchte bei fast Dauerregen vor die Türe.

Nääääää, das spare ich mir.

Nach einem Tag Sonne also wieder mal das gewohnte trübe Graubraun der letzten Monate und Regen *bäh*.

Euch wünsche ich nun noch einen schönen Restsonntag und eine ruhige nächste Woche.

Eure
Frauke

6 Kommentare

  1. Ui…ein Fuchs geht über die Straße…wow, cool. Bin bisher noch keinem Fuchs leibhaftig begegnet. Und: haben wir wieder an der Farbe gebastelt für’s Blog!?!?!? *hahaha*

    LG
    Sandra!

  2. Ich muss lächeln liebe Frauke. Auf einen Wolfs-Schnappschuss warte ich seit Jahren. Bei uns in der Dresdner Heide / Laußnitzer Heide / Königsbrücker Heide ist Wolfsland. Unser Sohn hat selbst schon einen beobachtet, als er auf dem Hochstand saß. Meine Mutti fragt mich immer, ob ich denn keine Angst habe vor dem Wolf und was ich machen würde, wenn einer käme. Mit Johnny war es gefährlicher, aber jetzt allein: ich hoffe, dass er stehen bleibt und ich ein Foto machen kann :-)
    Fuchs sehe ich immer wieder mal, leider auch tote Tiere. Das tut mir immer leid.
    Liebe Grüße von Kerstin.

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