Eine fotografierende Rheinländerin im Vorgebirge & die Jungs-WG

Kein Zweifel, die Eifel !

Rotfuchs
Der Augenblick, in dem ich entdeckt wurde. ;-)

Kein Zweifel … die Eifel, so sagt man hier im Einzugsgebiet der Eifel, denn dort herrscht ein ganz anderes Klima als zum Beispiel bei uns im Vorgebirge, wo die Temperaturen eher immer etwas wärmer als Drumherum sind, was für den Obstanbau hier sehr praktisch ist.

Schon in der Nordeifel, die ja nun am Rande liegt, liegen die Temperaturen gerade wenn es kühler ist, mal mindestens 5 Grad (eher mehr) unter den Temperaturen, die mich empfangen, wenn ich bei uns morgens das Haus verlasse, um Richtung Eifel zu fahren und so sind einstellige Temperaturen, die eher zum Gefrierpunkt tendieren, um diese Jahreszeit morgens in der Eifel vollkommen normal.

Wenn dann dazu auf den Höhen der Eifel noch der Wind bläst, fühlt sich das dann gleich nochmal kälter an.

Da der gestrige Tag wettermäßig eher durchwachsen angekündigt war, bin ich gestern erst zu späterer Stunde zu Hause aufgebrochen und stand schließlich um kurz nach 8 Uhr bei 5 Grad und Wind am Rande des Schaafbachtals in der Eifel. Da schien zumindest noch die Sonne. :-)

Das Gebiet war uns als Tipp für die Schmetterlingsfotografie empfohlen worden.

Da man für Schmetterlinge, die möglichst noch mit Tau bedeckt an Pflanzen sitzen sollen, früh aus den Federn muss, macht es Sinn, zumindest vor Ort dann zu wissen, wo man parken kann und wohin genau man dann noch zu Fuß muss, um nicht erst einmal planlos durch die Gegend zu laufen.

Also hatte ich mir für den gestrigen Tag, der für die Schmetterlingsfotografie sowieso in keiner Weise geeignet war, erst einmal eine Erkundungstour vor Ort vorgenommen.

Als ich um 8 Uhr vom Parkplatz startete, schien zumindest noch für ca. 1 1/2 Stunden die Sonne, wobei es sich aber immer mehr und mehr zuzog.

In dieser Zeit habe ich aber zumindest einen Landschaftsteil am Rande des Schaafbachtals gefunden, in dem ich mir sehr gut vorstellen kann, dass dort bei bereits am Vortag geeignetem Wetter morgens Schmetterlinge zu finden sein könnten.

Und so sieht es dort aus.

Auch im einige Kilometer weiter befindlichen Lampertstal sollen optimale Bedingungen für Schmetterlinge herrschen und so beschloss ich nach der ersten Runde am Schaafbachtal auch dort noch vorbei zu schauen, um die Lage für den nächsten Besuch zu sondieren.

Dort angekommen schien zwar noch kurz die Sonne, aber von Westen kamen schon dunkle Wolken gezogen und so zog ich es vor, vom Parkplatz nur bis zum Kalvarienberg am Anfang des Lampertstals zu gehen und oben auf der Kuppe die Aussicht zu genießen.

Falls es Regen geben sollte, wäre ich dann nicht allzu weit vom Auto entfernt.

Von der alten Alendorfer Kirche St. Agatha führt ein Kreuzweg mit 14 Stationen, die aus Sandstein erbaut wurden, zum Gipfel des Kalvarienberges hinauf. Hier finden jährlich von Palmsonntag bis Karfreitag Prozessionen zum Gipfelkreuz statt.

Die ersten 7 Wegstationen wurden bereits Mitte des 17. Jahrhunderts von Graf Salentin Ernst von Manderscheid-Blankenheim erbaut, der die Idee dazu von einem Vorfahren übernahm, den der Kalvarienberg an die Landschaft bei Jerusalem erinnerte.

Im 19. Jahrhundert kamen schließlich 7 weitere Wegstationen hinzu.

Auf dem Gipfel stand früher eine Kapelle, die leider nicht mehr existiert. Stattdessen steht dort nun ein Gipfelkreuz.

Der Name Kalvarienberg ist christlichen Ursprungs. Er ist abgeleitet von der lateinischen Variante des Namens der Hinrichtungsstätte Jesus (Golgatha = Schädelstätte). Calvaria ist lateinisch und bedeutet Schädel. Vor der Umbenennung hieß der Kalvarienberg … Kelberg.

Von oben hat man bei gutem Wetter Sicht bis zur Hohen Acht und zur Nürburg, die über der weltbekannten Formel 1- Strecke „Nürburgring“ thront.

Da es sich gestern aber dann in Windeseile zuzog, war mir die Sicht auf die Nürburg nicht vergönnt.

Auf dem Weg hinauf fand ich dann doch tatsächlich einen einsamen Schmetterling. Ein Dickkopffalter wehte heftig auf einer Blume im Wind hin und her.

Ganz oben angekommen, konnte ich die Aussicht dann aber nicht wirklich genießen, denn es fing tatsächlich an zu regnen an. Dabei hätte ich mich liebend gerne auf eine der Bänke auf dem Gipfel gesetzt und noch die Aussicht länger genossen.

Aber ich kann noch von Glück reden, denn der Kalvarienberg bekam nur ganz am Rand einer Wetterfront etwas Regen mit, der bereits nach 5 Minuten durchgezogen war. Ein paar Kilometer weiter konnte man deutlich sehen, wo der Hauptregen hinunter kam.

Beim Abstieg hinunter konnte ich dann über längere Zeit einen Fuchs beobachten, der augenscheinlich nach Mäusen Ausschau hielt.

Er war so vertieft in seine Suche, dass er mich lange Zeit überhaupt nicht wahrnahm, obwohl der Wind für mich eigentlich total ungünstig stand und er mich längst hätte wittern müssen.

Auf dem Weg zu ihm machte ich ein Foto nach dem anderen und als ich schließlich bis auf ca. 120 Meter an ihn heran war, entdeckte er mich dann schließlich und das ist genau der Augenblick, in dem das obige Foto entstanden ist.

Wir starrten uns gegenseitig ca. 30 Sekunden lang an und keiner rührte sich und dann gab der Fuchs schließlich Fersengeld und verschwand im angrenzenden Wald.

Und hier nun ein paar Bilder rund um den Kalvarienberg.

Als ich schließlich wieder ins Auto stieg, war es keine Sekunde zu früh, denn in diesem Augenblick öffnete der Himmel dann noch einmal so richtig seine Schleusen. Gut abgepasst würde ich sagen. :-)

Und was ich heute so getrieben habe, das erfahrt ihr im nächsten Post.

Eure

Frauke

 

 
 
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6 Antworten auf Kein Zweifel, die Eifel !

  • Was für stimmungsvolle Bilder. Und genau abgepasst mit dem Wetter. Der Fuchs ist der Höhepunkt. Es ist schwer, einen gut abzulichten. Denn sie sind scheu und flüchten sofort. Mehr wie ein Schnappschuss ist da meist nicht drin.
    Liebe Grüße von Kerstin, bei der es auch kalt ist und regnet.

  • Hallo Frauke,

    oh du schöner Eifelwald, über deine Höhen pfeift der Wind so kalt. :green: :green: :green: War zwar der Westerwald, aber in der Eifel passt das ja auch wie wir wissen. Sehr schön beschrieben hast du die Tour. Und die Fotos sind auch richtig klasse! Die Landschaft dort gefällt mir gut, da müssen wir bei Gelegenheit mal hin. :huepfdreh: Aber am besten finde ich den Fuchs, wie er da aus der Wiese schaut. Echt stark!

    Viele Grüße
    Helmut

  • Huhu Helmut,
    jo, der Spruch passt bei Beiden. :-)
    Hast du Freitag frei ? Da soll das Wetter richtig gut sein. Da würde es sich dort bestimmt lohnen. :-)
    LG Frauke

  • Toll, dass Du uns von Deinen Ausflügen immer so tolle Aufnahmen mitbringst! Ich find‘ Deine Fotografie ja professionell und absolut perfekt, aber das weißt Du ja schon!

    LG
    Sandra!

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