– eine fotografierende Rheinländerin im Vorgebirge mit GöGa & den Orienauten –

Im Vierfleckland und am Zwillbrocker Venn

Der Vierfleck

Wie sagte Horst so schön ... die Lohmarer Teiche sind "Vierfleckland". ;-)

Das haben Helmut und ich  Dienstag auch festgestellt. Ein Vierfleckschlupf neben dem nächsten.
17 Stück habe ich allein an einem ca. 20 m langen Schilfuferbereich gezählt.

Schade, dass wir nicht auch einen anderen Schlupf gefunden haben, denn wie schon im vorigen Beitrag erwähnt, fliegen an den Lohmarer Teichen auch bereits Smaragdlibellen und der frühe Schilfjäger neben diversen Kleinlibellen.  

Eine Libellenlarve hatte sich zuerst sogar meinen am Uferrand abgestellten Fotorucksack als Ort für die letzte Metamorphose auserkoren, fand aber dann doch letztlich keine geeignete Stelle daran, um diese abzuschließen und sich aus der Larvenhaut zu befreien und so krabbelte sie schließlich wieder von meinem Rucksack hinunter, von wo ich sie dann auf einen Schilfhalm transportieren wollte, was nur halbwegs gelang, da sie vorher beschloss, das Ästchen los zu lassen, an dem ich sie transportierte und sie ließ sich ins Schilf plumpsen.

Danach ging es - wie so oft zum Abschluss des Fototages in und um die Wahner Heide - an die alte Panzer Waschanlage. Noch ein bisschen Chillen, auf eine Ringelnatter hoffen und dann nach Hause fahren.

Aber außer Brutzeln in der heißen Sonne war dort nix mehr zu holen. Quakende Frösche hätte ich fotografieren können, aber Frösche hab ich ja schon die Tage gezeigt. ;-) Aber da kommt mir eine Idee ... ich sollte das Froschkonzert vielleicht mal in Bild und Ton festhalten ... die kleinen Racker machen nämlich ganz schön Lärm ggg.

Gestern haben Helmut und ich dann einen weiteren Weg für eine Fotolocation auf uns genommen.

Es ging ins ca. 2 Autostunden entfernte Zwillbrocker Venn, das direkt an der deutsch-holländischen Grenze liegt.

Das 176 Hektar große Zwillbrocker Venn ist ein Wald-, Moor-, Feuchtwiesen und Gewässergebiet, dass als Naturschutz- und Vogelschutzgebiet eingestuft ist und die größte binnenländische Lachmöwenkolonie mit ca. 16.000 Tieren beherbergt. Jesses, haben die einen Lärm gemacht.

Aber neben den Lachmöwen gibt es dort etwas ganz Besonderes. Das Zwillbrocker Venn ist die nördlichste Brutstätte von wild lebenden Flamingos mit ca. 40 Tieren.

Dort leben sowohl der Rosaflamingo, als auch Kuba- und Chileflamingo. Der Rosaflamingo lebt normalerweise in Süd-Europa, Afrika, Südwest-Asien und Süd-Asien. Der Kubaflamingo in der Karibik und Südamerika und der Chileflamingo in Südamerika.

Wie die Tiere den Weg ins nordrheinwestfälische Vreden gefunden haben, ist nicht ganz geklärt. Die meisten werden wohl Gefangenschaftsflüchtlinge sein, aber es könnte sich zumindest beim Rosaflamingo auch um Tiere handeln, die tatsächlich den Weg bis dort hin gefunden haben.

Hier kann man noch etwas mehr über die Flamingos im Venn lesen.

Leider hielten sich die Flamingos bei unserem gestrigen Besuch fast ausschließlich auf der mitten im See gelegenen Insel auf, wo sie zur Zeit brüten. Diese Insel ist von den 2 Beobachtungshütten, die am Ufer einen Blick auf die Insel bieten, jedoch ca. 250 Meter entfernt, sodass selbst mit einer 600er Brennweite + 2fach-Konverter da gestern nicht mehr als Dokufotos zu holen war. :-(

 

 

Wenn die Tiere mal näher an den Uferbereich heran gekommen wären, was wohl auch manchmal der Fall ist, dann wären sicherlich auch schöne Fotos drin gewesen, aber wo sie sich aufhalten, das weiß man halt vorher nie. So ist es absolutes Glück, wenn man eine lange Fahrtstrecke in Kauf nimmt und dies dann auch der Fall ist.

Ich gehe aber davon aus, dass dies sowieso vermutlich die Ausnahme ist, da in den Beobachtungshütten selbst an normalen Wochentagen reger Publikumsverkehr herrscht. Am Wochenende soll es dort lt. Aussage eines anderen Naturfotografen dort auch richtig überlaufen sein, sodass selbst Fotografieren mit Stativ in den Hütten nicht wirklich möglich ist.

Ich denke, in den sehr frühen Morgenstunden an einem Wochentag bestehen wohl am ehesten Chancen, die Tiere mal näher am Uferbereich zu beobachten.

Wer also mit dem Gedanken dort hinfährt, er könne auf die Schnelle gute Flamingofotos machen, sollte sich von diesem verabschieden ... man braucht wirklich Glück dafür.

Dieses Glück war uns gestern nicht hold. Trotzdem war es eine schöne Tour, wenn auch nicht sehr erfolgreich, dafür aber mit sehr leckerem Mittagessen.  :green:  

Heute ist Dank nicht so dollem Wetter ... es ist auch noch Regen vorausgesagt ... mal ein Tag Pause angesagt und so werde ich gleich endlich mal wieder eine Blogrunde drehen.

Habt einen schönen Donnerstag.

Eure

 

8 Antworten auf Im Vierfleckland und am Zwillbrocker Venn

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