Eifelnacht mit Milchstraße

Es ist 15.45 Uhr gestern Nachmittag und ausnahmsweise koche ich an einem Werktag früher als sonst, da der GöGa bis zum späteren Abend mit Abwesenheit glänzt und auswärts isst.

Eine Nachricht flattert per Handy ein … Andreas (Link zu Instagram) …
Kurzversion: Milchstraße, Schnuppen, heute knipsen wollen, Interesse, Zeit und so ?

Aber logo hatte ich Interesse und Zeit sowieso. Es ist ohnehin viel zu lange her, dass ich das letzte Mal die Milchstraße fotografiert habe.

Das letzte Mal mit guten Ergebnissen schon vor über einem Jahr und das muss dringend geändert werden !

Ein Motiv ist schnell beschlossen, ist mir doch letztens ein schönes im Netz begegnet und nach ein bisschen Recherche war es auch schnell identifiziert.

Es ist eine alte Eiche in Hürtgenwald-Brandenberg, die wohl lt. einem Artikel im großen www zu jeder Jahreszeit ein beliebtes Modell für Fotografen ist.

Gut, das war mir bis dahin nicht bekannt, aber man lernt ja nie aus.

Aber ich kann es sehr gut nachvollziehen. Sie ist so wunderbar gewachsen und steht mitten auf einer privaten (wie ich im Nachhinein gelesen habe) Wiese und ragt in den Eifelhimmel.

Es ist wirklich ein wundervoller Ort … wenn einen nicht gerade wie gestern ein großer Schwarm fliegender Ameisen belästigt *arggh*.

Erst waren es nur ein paar wenige und dann plötzlich seeeeehr viele, die uns kurze Zeit vorher von einer Mutter mit ihren Kindern und Hund angekündigt wurden, weil sie selbst hinein geraten waren.

Nach einem kurzen Wortwechsel ging die kleine Familie weiter und ließ uns dann leider den ganzen Schwarm da, der sich … warum auch immer … bevorzugt auf mir und sehr gerne in meinen langen Haaren niederlassen wollte.

Andreas hatte nicht halb so mit ihnen zu kämpfen wie ich.

Vor lauter Verzweiflung sprühte ich mich schließlich von Kopf bis Fuß mit Insektenschutzmittel ein, in der Hoffnung es würde etwas bringen. Sogar die Haare habe ich mir mit Autan eingesprüht.

Naja, es half nicht wirklich.

Ich glaube, es sah für Zuschauer ganz lustig aus, wie ich wirklich gefühlt eine halbe Stunde immer wieder wild um mich schlagend auf der Stelle tanzte, von A nach B lief und mir große Teils des Schwarms jedes Mal folgten und ich hoffte, es möge endlich Nacht werden, um ihnen zu entkommen.

Und endlich war es soweit. Mit fortschreitender Dunkelheit verschwanden die Ameisen und wir konnten uns endlich wieder aufs Fotografieren konzentrieren … die ganze Zeit stimmungsvoll untermalt von einem Uhu im nahen Waldstück, der sehr lange seinen Ruf ertönen ließ.

Da das von uns sehnlichst erwartete Zentrum der Milchstraße erst mit Untergang des Mondes um 23.15 Uhr sichtbar werden würde, machte ich aus Langeweile erst mal nur ein Foto vom Abendhimmel, in der Hoffnung, ich würde den Großen Wagen mit aufs Bild bekommen.

Aber entweder waren 14 mm dafür noch zu viel, denn er stand recht hoch oben oder ich finde ihn in dem ganzen Sternenhaufen auf dem Foto einfach nicht *ggg*. Ihr könnt ja gerne mal suchen. ;-)

Und schließlich war es endlich soweit.

Das Zentrum der Milchstraße wurde sichtbar und auch wenn die Intensität der Sichtbarkeit in dieser Nacht nur bei 7 von 10 lag.

Und hier meine beiden Bilder für euch.

Zum Abschluss musste natürlich noch ein Bild von Andreas und mir vor Ort her. Da hat Andreas Gott sei Dank immer Muße zu. Dankeschön Andreas, dass du das immer machst und ich die Bilder auch hier zeigen darf. :-)

Wir unter der Milchstraße …

Wir haben in der Nacht noch so einige Sternschnuppen aus dem jährlich im August wiederkehrenden Meteorstrom (die Perseiden) gesehen und zumindest ich hab mir auch so ein paar Dinge gewünscht. Mal sehen, ob sie in Erfüllung gehen. :-)

Zum Schluss wurde die Luft ganz schön feucht und so waren sämtliche Klamotten samt Rucksäcken auch ziemlich klamm, als wir zum Auto zurückkehrten.

Nachdem ich Andreas dann 1 Stunde später zu Hause abgesetzt hatte, ging es flott nach Hause und ich lag dann endlich um 2.35 Uhr müde, aber glücklich in meinem Bettchen.

Leider wurde ich allerdings um 7.45 Uhr schon wieder geweckt, als Poldi mir seine nasse Nase ziemlich unsanft ins Gesicht rammte, weil er so gar nicht verstehen wollte, warum ich nicht endlich aufstehe, wo ich doch sonst um diese Zeit schon ewig wach bin.

Mit Kraulen habe ich Poldi und Humbi, der sich dazugesellt hatte, schließlich noch 1 Stunde davon überzeugen können, Ruhe zu geben und mit mir noch ein bisschen im Bett zu bleiben.

Und mehr als ein bisschen Haushalt und kochen war dann heute auch nicht drin *gähn*.

Aber morgen geht es wieder vor die Tür.

Euch wünsche ich nun noch einen wunderschönen Abend und ein schönes Restwochenende.

Eure
Frauke 

10 Kommentare

  1. Mega tolle Fotos!
    Da hat es sich ja echt gelohnt, sich die Nacht um die Ohren (Mücken) zu schlagen.
    Dass da heute Ruhetag sein musste, kann ich verstehen.
    Viel Spass morgen!
    Sei lieb gegrüsst ♥
    k

  2. Hallöle,
    es war wieder ein toller Abend/Nacht!
    Dieser Anblick in den Sternenhimmel und dabei unsere Galaxie die Milchstrasse mit bloßem Auge sehen zu können,
    überwältigt mich doch immer wieder. Wenn das ganze dann noch mit den beschriebenen Uhu rufen untermalt wird und
    das ganze in netter Gesellschaft und mit leckerem Pfannkuchen als Mitternachtssnack, dass grenzt schon fast an Perfektion :zwinkergrins:
    Schade das man in Köln nicht so viele Sterne sieht und dafür fast eine Stunde fahren muss. Aber den Ort den du da ausgewählt hast, war auch super!
    Nur mit dem beschlagen der Linse, da muss ich mir jetzt mal was überlegen. Da sind einige Bilder bei mir wo man das sieht.
    Deine Bilder sind sehr schön, dein 14 mm machen schon einen Unterschied zu 24 mm.

    Bitteschön! Ich mache es ja auch immer wieder sehr gerne, die Bilder von uns.

    Ich hoffe das wie es dieses Jahr noch mal schaffen zu den Sternen.

    Liebe Grüße
    Andy

    • Huhu lieber Andreas,

      wenn wir ein bisschen näher dran wohnen würden, wäre schon schön. :-)

      Die Örtlichkeit war wirklich klasse, aber ich peile (wenn das vom Stand der Milchstraße möglich ist) für das nächste Shooting mal den Baum von heute Morgen an. :-)

      Das mit der beschlagenen Linse ist wirklich ärgerlich.

      Bin mir gar nicht bewusst, dass ich so viel öfter gewischt hätte als du *hmmm*.

      LG Frauke

  3. Ärgerlich, dass ich immer vergesse, auf mein Handy zu schauen.

    Da habt ihr wieder zauberhafte Fotos mitgebracht. Den Baum hätte ich aber gerne mal bei Tageslicht gesehen …. irgendwie sehe ich nur was schwarzes kugeliges. :-)

    Und wenn euch nicht die Ameisen geplagt hätten, dann sicherlich die Mücken! Aber die Quälerei hat sich gelohnt. Schöne Fotos!

    Lieben Gruß

    Britta

  4. Was tolle Aufnahmen :herz:
    Fliegende Ameisen :panik: Seid mich im letzten Jahr ein Insekt gestochen hatte, ich bis im neuen Jahr immer wieder mit allergischen Schüben zu kämpfen hatte mag ich alle was fliegt und beißen/stechen kann nicht. Wenn ich dabei gewesen wäre, dann wäre ich jetzt histerisch auf YouTube zu bewundern :green:

    LG
    Marlene

    • Huhu Marlene,

      ganz lieben Dank, freut mich sehr, dass sie gefallen. :-)
      Meine Güte, was hat dich da bloß gestochen. Also so eine Reaktion hatte ich noch nie auf irgendwas *uff*.
      Ich kann verstehen, dass du da jetzt etwas vorbelastet bist.
      Aber tanzende Marlene hätte von tanzender Frauke abgelenkt *ggg*.

      LG Frauke

  5. Hallo Frauke,

    ja das macht ihr ja immer wieder, wenn ich im August in Oberfranken bin fahrt ihr zur Milchstraße. :green: Beim nächsten Mal bin ich hoffentlich dabei. Die Fotos gefallen mir sehr gut!!!

    Viele Grüße
    Helmut

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