Bläulingstag

Nachdem ich gestern auf der Suche nach Sonnenblumen auch am Bürvenicher Berg vorbei geschaut habe und dort viele Schmetterlinge (Bläulinge, Ochsenaugen, Schachbretter, Mauerfuchs und
2 Schwalbenschwänze) herumflogen, hatte ich mir vorgenommen, heute Morgen bereits in aller Frühe noch einmal dort vorbei zu schauen, um ein paar der wunderschönen Tiere auf Bild festzuhalten.

Helmut hatte mich gegen 6.20 Uhr zu Hause eingesammelt und als wir am Ziel ankamen, erwartete uns erst einmal der obige Blick.

Die Sonne war anfangs noch hinter Wolken versteckt, aber zahlreiche Strahlen bahnten sich ihren Weg durch einige Wolkenlücken.

Aber es wurde schnell freundlicher und heller, um die Schmetterlinge ins rechte Licht zu rücken.

Wir hatten ja gehofft, wenigstens einen der Schwalbenschwänze von gestern zu finden, aber Pustekuchen ! Und auch von den Schachbrettern und den Ochsenaugen keine Spur, wo doch zumindest die Ochsenaugen gestern zahlreich herumgeflogen waren.

Dafür fanden wir aber eine Menge Bläulinge.

Es handelte sich bei allen um den Silbergrünen Bläuling, wenn ich meiner Recherche trauen kann. Keine Ahnung, warum der ausgerechnet Silbergrüner Bläuling heißt. Von Grün zumindest in meinen Augen kaum eine Spur. Beim Weibchen erst recht nicht. ;-)

Ein paar der Silbergrünen Bläulinge habe ich natürlich für euch.

Das Fotografieren gestaltete sich vor Ort etwas schwierig und langatmig, denn wie in der Eifel auf den Höhen oft üblich, wehte recht konstant der Wind und somit wehten die Motive immer schön aus dem Sucher heraus und wieder hinein.

Da muss man halt die wenigen Augenblicke nutzen, wo der Wind für einen kurzen Augenblick weniger wird. ;-)

Aber es hat sich in meinen Augen voll gelohnt. Ich bin mit der Ausbeute des Tages mehr als zufrieden.

So, jetzt werde ich mich gleich noch ein wenig aufs Ohr hauen, bevor wir heute Abend mit Freunden gemeinsam grillen. Ich habe nämlich heute Nacht zwischen 1.15 Uhr und 3.30 Uhr kein Auge zu gemacht. :-(

Ich liebe es ja wirklich, dass unser kleines Städtchen, das aus vielen Dörfern besteht, noch recht ländlich ist und noch viele Traditionen und Brauchtum gelebt werden. Aber gerade in den Sommermonaten kann das schon mal den Schlaf kosten.

Hier hat fast jedes Dorf noch seine Kirmes, seinen Junggesellenverein und damit auch ein jährliches Junggesellenfest, sein Schützenfest, sein Sommerfest und was es nicht noch alles so zu feiern gibt und das feiert man natürlich bei uns noch in großen Zelten und unter freiem Himmel … so auch gestern irgendwo.

Und wenn man im Vorgebirge wohnt und der Wind steht gerade günstig oder auch ungünstig (je nachdem wie man es sieht), ist man quasi mit Dabei, ob man möchte oder nicht, wenn auch nur per Geräuschkulisse. Je nach Dorf, das gerade feiert und Windrichtung mal mehr und mal weniger laut.

Und so weckte mich um 1.15 Uhr “Layla”, die ja gerade in aller Munde ist, gefolgt von “Mama Laudaaa” und diversen anderen Ballermannsongs.

Nach einer Stunde hab ich  entnervt die Fenster im Schlafzimmer zu gemacht, auch wenn das im Sommer im Dachgeschoss eigentlich zu warm ist. Und was soll ich sagen, der Gesang war nicht mehr hörbar, aber die Bässe wummerten was das Zeug hielt und ließen sich von den geschlossenen Fenstern nicht aufhalten. Alter !!!

Aber so ist das eben auf dem Dorf. Ist Tradition und Brauchtum und auch gut so. Lasst die Leute feiern. Ab Herbst wird es wieder stiller.

So, habt ein schönes Wochenende.

Eure
Frauke

4 Kommentare

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  1. Hallo Frauke,

    sehr schön gezeigt und beschrieben. Die Sonnenstrahlen sind klasse. Auch die Bläulinge hast Du bestens eingefangen! Die Tour hat wieder richtig Spaß gemacht und sich gelohnt. Ich freue mich schon auf die nächste Tour. :huepfdreh: :besenreit:

  2. Liebe Frauke,
    mit den Namen der Schmetterlinge kenne ich mich nicht so gut aus, aber ich freue mich, wenn mir einer vor die Linse kommt und stillhält. Deine Aufnahmen sind wie immer wunderschön.

    Ich sitze nun einäugig am Computer und mache eine schnelle Blogrunde. Die nächste Augen-OP ist erst am 8.8., da muss ich noch durch. Aber das operierte Auge kann ja schon mal ohne Brille scharf sehen – ich sage dir: Ein tolles Gefühl. Bis zur nächsten OP ist das Sehen noch etwas ungleich, weil das linke Auge ja eigentlich noch die Brille braucht.

    Ich schicke dir viele Grüße
    Traudi

    • Huhu liebe Traudi,

      ja, das mit dem Stillhalten ist so eine Sache bei den Schmetterlingen. Deshalb fahre ich auch immer schon frühmorgens und suche nach ihnen. Dann sind sie noch träge und noch nicht genug gewärmt, um zu fliegen. :-)
      Die 2. OP wirst du sicherlich auch sehr gut hinter dich bringen und dann siehst du wieder scharf wie ein Adler. ;-)

      Hab deine Daten übrigens nachgetragen. :-)

      LG Frauke