Bestürzte Meldung

Ihr werdet es natürlich schon alle mit all den schlimmen Bildern in den Nachrichten gesehen haben … am Mittwoch verursachte ein stärkerer Dauerregen in NRW und Rheinland-Pfalz (bei uns im Vorgebirge 15 Stunden anhaltend) eine Naturkatastrophe mit Toten und noch vielen Vermissten, wie sie hier noch nicht erlebt wurde.

Die nahe Eifel, besonders den Kreis Ahrweiler, Bereiche von Erftstadt und die Stadt Hagen hat es dabei bislang besonders massiv getroffen, als die vielen kleine Bäche und Flüsse in Kürze überliefen und alles in ihrem Umkreis fluteten, weil die Böden das Wasser einfach nicht mehr aufnehmen konnten.

Gerade in Tälern ist das natürlich verheerend.

Bei uns im Vorgebirge floss der Regen die Straßen und Hänge hinab und hat an einigen Stellen Straßen unterspült, die einstürzten und Hangrutsche verursacht, bei denen aber Gott sei Dank niemand zu schaden kam.

Wir haben das Glück, auch am Hang zu wohnen und das Regenwasser floss so einfach die Straße hinab.

Das Bachbett des Umbaches, der unser Grundstück auf der einen Gartenseite begrenzt, liegt Gott sei Dank recht tief in einer Senke und fließt abwärts und so stieg das Wasser nicht über die Kante. Wie hoch es tatsächlich stand kann ich nicht sagen, da im Sommer der Bewuchs am Hang einfach zu dicht ist und wir es nicht sehen konnten.

Aber allein das gewaltige Rauschen des Baches, den man sonst noch nicht mal plätschern hört, ließ mich Mittwoch mehrmals beunruhigt immer wieder prüfend in den Garten schauen.

Auch heute, 2 Tage später, rauscht der Bach immer noch kräftig und führt viel mehr Wasser als sonst.

Die Bewohner, die weiter unten wohnen, wo der Hang nicht mehr abfällt, bekamen dann natürlich alles ab, was bei uns einfach vorbeifloss.

Die Kanalisation konnte an dieser Stelle das Wasser einfach nicht mehr auffangen und Straße und Häuser wurden geflutet, wenn auch lange nicht so schlimm wie in vielen anderen Ortschaften.

Auch der Bornheimer Bach, der überirdisch Gott sei Dank nur durch Teile Bornheims fließt, wo weniger Häuser stehen, trat an manchen Stellen über die Ufer und flutete einige Straßen und Häuser.

Aber dies alles in einem Rahmen, der sehr weit davon entfernt ist, wie es in anderen Bereichen im Umkreis aussieht.

Von uns aus das nächste Dorf Richtung Eifel (Heimerzheim) ist nur 5 km entfernt und wurde zu einem sehr großen Teil durch den Swistbach geflutet, der mitten durch den Ort fließt. Dort sieht es wie in den vielen stark betroffenen Bereichen einfach verheerend aus.

Hier steht auch heute noch alles unter Wasser, während bei uns das Wasser mittlerweile überall weg ist und nur Schlamm hinterlassen hat, da das Vorgebirge in die breite Köln-Bonner-Bucht abfällt und sich hier natürlich ganz anders verteilen kann, da es nicht in einen Talkessel hinabfällt, wo sich alles sammelt.

Eine große Bedrohung stellte bis eben auch die nur 21 km von uns entfernte Steinbachtalsperre in der Eifel dar, da ihr Damm durch den enormen Wasserdruck zu brechen drohte, da ein Ablauf durch das Unwetter verstopft ist und sich schon tiefe Furchen am Hang des Damms gebildet hatten.

Das technische Hilfswerk pumpt durchgängig manuell Wasser ab.

Sämtliche Anwohner der Dörfer um den Bereich der Talsperre wurden evakuiert.

Das manuelle Abpumpen verläuft bislang erfolgreich und der Wasserstand sinkt, aber die Gefahrenlage an der Talsperre konnte nach einem erneuten Gutachten von heute Morgen noch nicht aufgehoben werden. Die Lage sei stabil aber nicht unkritisch heißt es.

Sollte der Damm brechen wird ein sehr großer Bereich geflutet.

Auch hier würden wir im Vorgebirge wohl mit einem blauen Auge davon kommen, da es am etwas erhöhten Villerücken liegt, sofern das Wasser sich überhaupt so weit ergießen würde. Da fehlt mir jetzt die genaue Kenntnis.

Da das Wasser natürlich nun über Zuflüsse im Rhein landet, haben die Rheinorte unserer Gemeinde jetzt mit Hochwasser zu kämpfen.

Alles in allem nimmt mich das ganze doch recht mit, weil es einfach so nah ist und ich einfach so viele jetzt zerstörte Orte kenne, weil ich ja doch recht häufig in der Eifel unterwegs bin und wir auch Freunde dort haben, die Gott sei Dank nicht betroffen sind.

Alle Straßen, die bei uns Richtung Eifel gehen, egal ob Autobahn oder Landstraßen sind zur Zeit wegen Überflutungen, kaputter Fahrbahnen oder auch eingestürzter Brücken gesperrt und wenn man vor Ort helfen wollte, käme man gar nicht erst hin und so heißt es nun allerorts Sach- und Geldspenden für die Betroffenen auftreiben.

Die Kreissparkasse Ahrweiler hat ein Spendenkonto für die Flutopfer eingerichtet und selbst 500.000 EUR gespendet.

Ich bitte euch, sollte ihr den einen oder anderen EURO übrig haben und sei es auch nur wenig … jeder Cent zählt und wenn jeder nur einen EURO spenden würde, käme man schon weit, helft den Opfern.

Hier mal die Bankverbindung, die ihr natürlich auf der Facebookseite der Kreissparkasse nochmal prüfen könnt:

Und jetzt noch kurz den beiden Bildern ganz oben, die ihr wahrscheinlich schon wieder vergessen habt.

Haben letztes Jahr einige Turmfalken-Jungtiere unseren und die umliegenden Gärten unsicher gemacht, nachdem sie dem Nest entflogen sind, sind es in diesem Jahr 3 Sperber, die nun ihre Welt außerhalb des Nestes erkunden … natürlich mit lauten Bettelrufen an die Eltern.

Zwei von ihnen konnte ich gestern Abend fotografieren.

Leider waren sie wie letztens die Grünspechte am äußersten Rand des Gartens unterwegs und so sind die Bilder mit Konverter mit 1200 mm entstanden.

Euch wünsche ich nun alles Gute.

Eure immer noch fassungslose
Frauke

10 Kommentare

  1. Ja, wir haben selbstredend auch davon gehört. Schlimm, das Ganze. Ich war mit Muttern heute beim Friseur und die Inhaberin hat uns erzählt, sie spendet ihre gesamten Tageseinnahmen inkl. das Trinkgeld all ihrer Mitarbeiter und bringt dieses Geld höchstpersönlich an Ort und Stelle, damit gesichert ist, dass es auch dort ankommt, wo es tatsächlich auch gebraucht wird. Find‘ ich klasse! Ihr Gatte, so sagte sie, würde noch 100 Euro drauf legen…

    LG
    Sandra!

  2. Es ist wirklich schlimm. Als ich gestern Abend hier auf der sicheren Schwäbischen Alb (ohne Bach und ohne Hügel) auf dem Balkon saß, da musste ich mal wieder daran denken, wie gut es mir doch hier geht. Es ist einfach unvorstellbar. Die Menschen haben alles verloren und wussten gestern zum Teil noch nicht mal, wo sie schlafen können.

    • Huhu liebe Ute,

      ja, sie haben alles verloren … nicht nur Hab und Gut, sondern viele auch Angehörige.
      Und leider hat es ja auch jetzt noch Bayern und Thüringen stark getroffen.

      LG Frauke

  3. Ich habe jetzt den halben Abend die Videos im TV geschaut
    und ich kann nur noch eines hilflos sagen: verherrend!
    Pass auf dich auf ♥
    k

  4. Ich muss immer an dich denken Frauke. Denn so weit weg wohnst du nicht wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
    Es ist so schlimm und macht fassungslos.
    Liebe Grüße von Kerstin, pass auf dich auf!

    • Huhu liebe Kerstin,
      nein, so weit weg von dem Geschehen wohne ich nicht und ich bin sehr froh, dass wir wie so oft im Vorgebirge mehr oder minder „verschont“ wurden, wenn um uns herum wieder mal ein Unwetter gibt.
      Mein Mann war heute im 20 km entfernten Euskirchen, um zusammen mit den Mitarbeitern der Euskirchener Filiale der Firma wo er arbeitet, wieder halbwegs Ordnung im überschwemmten Keller zu schaffen, in dem zwar jetzt kein Wasser mehr steht, aber alles voll mit feuchtem Schlamm ist. Frag nicht, wie er nachher ausgesehen hat.
      Er hat Bilder aus dem Ort mitgebracht … einfach furchtbar.
      LG Frauke

  5. Hallo Frauke,

    ja das ganze war sehr erschreckend. Hier hat es auch ohne Ende geregnet. Allerdings ging es uns so wie euch, wir hatten einigermaßen Glück. Besonders hart ist es ja im Ahrtal, dort habe ich letztes Jahr noch ein paar Touren gemacht. Leider wird man es so, wie es war, nicht mehr sehen können. Ich finde übrigens deinen Spendenaufruf klasse!!! So zum Schluß muss ich jetz aber noch die Fotos loben, die gefallen mir wieder richtig gut.

    Vielen Grüße
    Helmut

    • Huhu Helmut,

      ja, da hat du recht … wir hatten eigentlich sogar großes Glück.
      Nach so einer Katastrophe sieht man einige Dinge ganz anders.

      LG Frauke

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