An den Stallberger Teichen

Da mir die direkten Wege in die Eifel zur Zeit wegen gesperrter Straßen nicht möglich sind und ich keinen Umweg von hinten durch die Brust ins Auge fahren möchte, habe ich meine Fotoaktivitäten am Wochenende, genauer gesagt am Sonntag, weil ich Samstag zu faul war, auf die andere Rheinseite verlegt und bin an die Stallberger Teiche gefahren.

Schon wieder sind 6 Wochen ins Land gezogen, seit ich das letzte Mal dort war.

Gestern hatte ich in Begleitung von Helmut vor allem Insekten vor der Linse.

Von Fliege, Heuschrecke, Falter bis Libelle war alles mit dabei.

Dann habe ich mich noch an einer der vielen Wespenspinnen versucht, die im Moment dort vorhanden sind, aber es wollte mir leider keine zufriedenstellende Aufnahme gelingen, was so mancher Besuch hier vielleicht gar nicht so schlimm findet.

Von den zahlreichen Mücken, die mich gestern in die Hände gestochen haben (die waren als einziges nicht mit Antimückenzeug besprüht), habe ich keine Fotos gemacht, sondern habe sie ins Mückenhimmelreich befördert.

Sorry, durch meine Hand stirbt eigentlich kein Tier. Aber Zecken, Mücken und Bremsen, die mich heimsuchen und stechen, bilden da eine Ausnahme.

Vor allem die Stiche auf den Handknöcheln und in den Handflächen jucken heute wie die Pest.

Nun denn … außer Insekten und den üblichen Enten und einem Schwanenpaar war an den Teichen nix los, denn auch der Eisvogel, der sich für 15 Sekunden in großer Entfernung blicken ließ, zählt eigentlich eher nicht.

Stellvertretend für die üblichen Verdächtigen gibt es eine Stockente mit Küken und einen nicht näher bestimmten Wasserfrosch.

Zum Abschluss ging es dann noch kurz an die alte Panzer Waschanlage bei Altenrath. Aber dort war wie die letzten Male einfach nix los.

Eine Ringelnatter, die man sonst eigentlich fast bei jedem Besuch entdecken konnte, habe ich dort seit ewigen Zeiten nicht mehr gesehen. Genau wie die Zauneidechsen, die dort eigentlich immer heimisch waren.

Aber auch der Bestand an Fröschen, Libellen und Schwimmkäfern hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen.

Über mögliche Ursachen kann ich hier nur spekulieren.

Die kleine Wasseroase drohte in den letzten Jahren durch immer mehr Pflanzenbewuchs über und unter Wasser zu verlanden und so begann man damit, die Anlage mindestens einmal jährlich (am Anfang zweimal jährlich) von zumeist Wasserpflanzen zu befreien.

Wäre dies nicht der Fall, gäbe es das Kleinod bald schon nicht mehr.

Auf der anderen Seite werden mit Sicherheit aber viele Larven von Libellen und Wasserkäfern und anderem Wassergetier jedes Mal mit den Pflanzen aus dem Becken geholt, sodass sich immer weniger Imagos entwickeln können, was sich vielleicht auf den Bestand der Frösche und damit auch der Ringelnattern auswirkt.

Aber das ist nur eine Vermutung von mir.

Die Scharen an Menschen, die Dank Corona plötzlich alle die Heide für sich entdeckt haben und sich ja oft wie die Axt im Walde verhalten, werden vielleicht ihr übriges dazu getan haben.

Hoffen wir, dass die bald wieder in der Versenkung verschwinden, wenn Corona mal Geschichte ist.

So, euch wünsche ich nun eine schöne und ruhige Woche.

Eure
Frauke

8 Kommentare

  1. Auch hier kann man sich kaum noch abends raus setzen ohne gestochen zu werden. Mücken und Bremsen, diese Biester. Haben bei mir auch – leider – keine Überlebenschance. Die Vögelchen wird es freuen, wenn sie so viel Futter vor die Nase bekommen.
    Liebe Grüße von Kerstin.

  2. Wunderschöne Aufnahmen, liebe Frauke!

    Die Libellen mit den Wassertropfen sind echt einmalig schön. :liebe: Da hat sich der Liter Blut, den du gelassen hast, gelohnt! ;-)

    Dir auch noch eine gute Woche …. ohne viel Juckreiz!

    Lieben Gruß
    Britta

  3. Liebe Frauke,
    deine Fotos sind sehr professionell und in gross wirken sie auch viel besser.
    Klasse Bilder!
    Blut… ich wurde dieses Jahr echt verschon, aber gestern Abend hat mich doch so ein Vieh erwischt.
    Ich konnte meine Mückenstichsalbe nicht finden, ist wohl noch beim Göga,
    aber ich fand so einen Kühlroller, der hat dem Jucken ein Ende bereitet.
    Blut gab es somit hier kaum… Da kann ich geizig werden *lol*
    Unwetter… macht mich immer noch sprachlos…
    Ich wurde auch verschon, Göga auch. Aber hier nur wenige Häuser weiter liefen die Keller voll.
    Ganz allgemein finde ich dass die Vogel- und Insektenwelt sich deutlich verkleinert hat. Sehr schade…
    Sei lieb gegrüsst ♥
    k
    Pass auf dich auf!
    Heute sieht man die Sperrmüllberge vor den Häusern.
    Nichts gegenüber den Ort wo alles zerstört wurde, trotzdem beängstigend.

    • Huhu liebe k,

      vielen Dank für die lobenden Worte. :rotwerd:

      Ich hatte leider auch keine Mückenstichsalbe zur Hand und hab es mit kaltem Wasser versucht, was aber leider immer nur kurzfristig geholfen hat.

      Seit heute Morgen hat das Jucken aufgehört und ich hoffe, das bleibt auch so.

      Ja, Insekten und Vögel wurden in den letzten Jahren insgesamt weniger, wobei ich dieses Jahr nach langer Zeit schon sehr viele tote Insekten auf meiner Windschutzscheibe hatte.

      LG Frauke

  4. Hallo Frauke,

    du hast unsere Tour sehr schön beschrieben und wie gewohnt hervorragend bebildert. Es hat Spaß gemacht mal wieder an den Teichen zu sein. Meine Fotos muss ich allerdings immer noch sichten. :green: Die liegen jetzt seit einer Woche faul in der Kamera rum.

    Viele Grüße
    Helmut

    • Huhu Helmut,

      vielen lieben Dank !
      Gestern war an den Teichen auch schön.
      Allerdings waren es hier auch wieder die Insekten, die die Tour interessant gemacht haben.
      Am großen Teich war wie letzte Woche nix los.
      Nur eine kleinere Natter ließ sich zwischendurch kurz blicken … das war nach langer Zeit richtig schön, mal wieder eine zu sehen.

      Dann bin ich mal auf deine Bilder gespannt, wenn sie endlich aus der Kamera kommen. ;-)

      LG Frauke

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