Wahner Heide – Geisterbusch

 

Sonntagmorgen, das Wetter scheint ganz in Ordnung zu sein. Also Fotosachen gepackt und ab in die Wahner Heide, um die Geisterbusch-Runde (5,3 km) zu drehen.

Dort angekommen musste ich leider feststellen, dass ich gut einen Pulli hätte gebrauchen können. Ich war leider naiverweise mit einem T-Shirt loszogen, da der Wetterbericht zumindest 20 Grad vorausgesagt hatte. 15 Grad und dazu recht frischer Wind traf es eher. Die Sonne ließ sich genau für 5 Minuten blicken und ansonsten zoge dicke Wolken übers Land *brrrr* der Herbst lässt grüßen :-( Wenigstens blieb es trocken. Ist in diesen Tagen ja auch nicht selbstverständlich.

Warum der Geisterbusch seinen Namen trägt, weiß ich nicht genau. Es ist aber zu lesen, dass es einst den Griemes dort gab, der nachts die Kinder holte, eine Hexe, die das Vieh dort zur Ader lies und den grässlichen Malkopes … so steht es geschrieben. Leider konnte ich weder über den Griemes noch den Malkopes etwas herausfinden.

Auch soll der Geist des finsteren Amtmann von Porz im Geisterbusch hausen. Er hatte einst Steuern von den Bauern eingetrieben, obwohl die Hirsche und Wildschweine des Herzogs von Berg ihre Felder zetrampelten und zerwühlten und die Ernte fraßen. Das Wild riss sogar häufig das Stroh vom Dach mitsamt den Rüben für den Winter. Die Bauern durften sich nur mit Stecken und Hunden, die nicht größer als ein Spitz sein durften, dagegen wehren. Gegenwehr auf Kosten eines Hirsches war Wilderei und wurde mit dem Tode bestraft.

Eines Morgens lag dann der finstere Amtmann von Porz tot im Geisterbusch am „Wolfsweg“ … mit einer Kugel in der Brust. Seither hört man ihn in dunklen Nächten hoch am Himmel jagen, mit Pferden, Hunden und Geschrei. 

Und bestimmt sind es auch die Seelen der 112 ausländischen Kriegstoten, die dort im früheren Kriegsgefangenenlager „Hoffnungsthal“ … was für ein Widerspruch in sich dieser Name … durch Hunger, Krankheit und Gewalt ihr Leben verloren.

Überliefert ist der Fall eines Häftlings, der bei klirrender Kälte über Nacht an einen Pfahl gebunden und immer wieder mit Wasser übergossen wurde.

Am Eingang zu einem kleinen Friedhof, wo diese Kriegstoten aus dem zweiten Weltkrieg begraben liegen, mahnt diese Tafel zum Frieden.

 

 

Aber kommen wir nun zu etwas positiveren Bildern … zum Vergrößern bitte anklicken. Man kann auch mit den Pfeiltasten durchblättern, sobald ein Bild geöffnet ist.

 

 

Habt einen wunderschönen Dienstag und eine ruhige Woche :-)

 

 

 

5 Antworten auf Wahner Heide – Geisterbusch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

:neinnein: 
:huepf: 
:kopfkratz: 
:augenroll: 
:kopfschuettel: 
:traurignick: 
:hunger: 
:frier: 
:liebe: 
:huepfdreh: 
:-) 
:nicken: 
;-) 
:besenreit: 
:wink: 
:lalala: 
:zwinkergrins: 
:wink1: 
:totlach: 
:rotwerd: 
:cool: 
:foto: 
:knutsch: 
:mrgreen: 
:-( 
:gehen: 
:eis: 
:daumenhoch: 
:schreib: 
:kaffee: 
:motz: 
:floet: 
:haue: 
:panik: 
:prost: 
:skeptisch: 
:hechel: 
:green: 
:heul: 
:hust: 
:herz: 
:love: 
 
Kategorien
Schnüffel-Archive