Wahner Heide die Zweite :-)

 

Ich will endlich wieder meine Lieblingsflugkünstler, die Libellen, fotografieren und mit diesem Vorsatz bin ich zusammen mit dem GöGa am Mittwochmorgen noch einmal in die Wahner Heide gefahren, nachdem der Wetterbericht „vorwiegend sonnig“ und Temperaturen um die 21 Grad gemeldet hatte. Ein ideales Schlupfwetter für die ersten Libellen.

Am Parkplatz in der Heide angekommen, musste ich leider feststellen, dass es hier im Gegensatz zu daheim immer noch recht windig war und so schwand meine Hoffnung auf Libellen direkt wieder, denn Wind ist nicht gerade so ideal zum Schlüpfen. :-(

In der Nähe der alten Panzerwaschanlage bei Altenrath suchten der GöGa und ich dann eine Stelle auf, die mir von einem sehr netten Fotokollegen als Tipp genannt worden war. Hier hatte er selbst vor einigen Tagen die erste Großlibelle fotografieren können.

Und stellt euch vor, wir hatten Glück. Es war tatsächlich eine Großlibelle geschlüpft. Sie hatte sich ihres Larvenpanzers schon entledigt, komplett ausgerollt und auch die Flügel schon aufgepumpt und hing nun zum Trocknen und Aushärten an einem Schilfstengel.

Wer nicht weiß, wie so eine „Geburt“ von Statten geht … ich habe das vor Jahren mal fotografieren können.

 

 

Nachdem die Libelle ihren Larvenpanzer, die sogenannte Exuvie, verlassen hat, muss sie ihre Flügel langsam aufklappen und aufpumpen, trocknen und aushärten. Während dieses Aushärtungsvorganges färbt sie sich auch langsam um. Vom Verlassen ihres Schlupfgewässers bis hin zum Jungfernflug vergehen ein paar Stunden, in denen die Libelle Feinden schutzlos ausgeliefert ist.

Interessant ist, dass die Libelle, wie wir sie wahrnehmen, nur 1 bis 2 Monate leben darf, bevor sie schließlich … natürlich nach erfolgreicher Fortpflanzung … stirbt. Davor lebt sie allerdings, je nach Art, teils mehrere Jahre als Larve in ihrem Schlupfgewässer. Die meiste Zeit ihres Lebens verbringt die Libelle also als Larve im Wasser.

Die Umfärbung während des Aushärtens einer Libelle könnt ihr auf den nachfolgenden Bildern übrigens gut sehen. Auf den ersten Bildern ist die Libelle noch recht hell gefärbt und wird langsam immer dunkler.

Bei dieser Libelle handelt es sich um einen sogenannten „Vierfleck“. Es müsste ein Weibchen sein, wenn ich mich nicht irre.

 

Zum Vergrößern bitte anklicken !

 

Während wir bei dem Vierfleck darauf warteten, dass er seine Flügel ausklappen und schließlich starten würde, kroch sogar eine weitere Libellenlarve aus dem Gewässer und krabbelte einen Schilfhalm hinauf, um dort ihre Verwandlung zu beginnen. Leider hatten wir nicht mehr so lange Zeit, um ihre Verwandlung zu begleiten, denn der GöGa hatte noch einen Termin und wir mussten wieder los.

Ich hoffe, die Bilder und der kleine Bericht haben euch ein wenig gefallen, auch wenn die meisten meiner Leser/-innen mit Kribbel-Krabbel-Tieren nicht so wirklich Freund sind. ;-)

Habt einen wunderschönen Samstag.

Eure
Frau Fröhlich

 

6 Antworten auf Wahner Heide die Zweite :-)

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