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Katzenernährung … eigentlich ganz einfach … oder doch nicht ?

Ich hatte hier mal einen ziemlich langen Artikel in Bezug auf die richtige Ernährung und das richtige Katzenfutter stehen, den ich aber nach langjähriger Katzenhaltung und Erfahrung mit dem einen oder anderen Futter (ob billig, teuer oder mittelteuer) und vielen Gesprächen mit dem einen oder anderen Katzenhalter mittlerweile herausgenommen habe.

Fakt ist, nicht jede Katze und jeder Organismus ist gleich. Der eine kommt mit jener Zusammensetzung besser zurecht und der andere mit dieser. Und das Alter der Katze spielt dabei auch eine große Rolle, denn im Alter verändert sich der Körper und kann zum Beispiel mit zu hoher Eiweißzufuhr nix mehr anfangen und muss diese trotzdem verarbeiten, was den Organismus der Katze unnötig belastet und sich bei vielen älteren Katzen auf die Qualität des Fells auswirkt. Warum also die Katze nicht altersgemäß füttern, um den Organismus nicht unnötig zu belasten ?

Ob die Katze ein Futter gut verträgt und verwerten kann, sieht man an der Verdauung, an der Vitalität der Katze und auch am Fell. Dies sind die besten Indizien dafür, ob die Katze mit dem gefütterten Futter gut zurecht kommt.

Nach vielen Ausflügen in die Welt der verschiedensten Katzenfuttermarken, sind wir, und das ist nur ein Beispiel, bislang immer wieder zu Hills zurückgekehrt, weil die Katzen entweder plötzlich ein schlechteres Immunsystem hatten (und dies kann durchaus vom Futter kommen) oder das Fell mit der Zeit fettig, struppig oder schuppig wurde.

Man liest ja immer mehr im Internet über Katzenfütterung und lässt sich durchaus beeinflussen … so auch ich. ;-) Ein sehr hoher Fleischanteil ist das A und O … liest man überall. Also habe ich mich im Dezember 2014 noch einmal dazu verleiten lassen, das Futter zu wechseln, da das von uns gefütterte Hills nur bei einem Fleischanteil von ca. 50 % liegt.

Abgesehen davon, dass Yuri und El Nino in wenigen Wochen wieder fettiges und El Nino zudem schuppiges Fell bekommen haben und unmöglich aussahen, habe ich ein sehr interessantes Gespräch über Futter mit meiner Tierärztin geführt. Ein hochwertiges Futter zeichnet sich eben nicht vor allem durch einen hohen Fleischanteil aus, wie es überall so schön zu lesen ist, sondern auf die gesamte Zusammensetzung und vor allem für welche Katze die Fütterung gedacht ist (jung, älter, spezielle Erkrankungen etc.) kommt es an. Als sie hörte, dass ich normalerweise und mit Erfolg (Gesundheit und Optik der Katzen) immer Hills füttere und immer wieder Ausflüge in die Welt der Futtermittel gemacht und selbst festgestellt habe, dass die Katzen mit Hills einfach fitter sind, konnte sie überhaupt nicht verstehen, wieso ich überhaupt immer wieder auf die Idee des Wechselns kam. Sie selbst ist der Überzeugung, dass man nur dann eine wirkliche Ahnung von der richtigen Fütterung haben kann, wenn man sich als Sachkundiger mit Futter in Zusammenhang mit Wirkung auf den Körper tagtäglich auseinandersetzt und beobachtet und probiert und das in einem Maße, in dem das in einem normalen Haushalt überhaupt nicht möglich ist, sondern bezogen auf die Wirkung eines Futters auf viele verschiedene Tiere. Die Firma Hills ist nur ein Beispiel für sie. Es handelt sich um einen  wirklich großen und schon langjährigen Konzern, wo Spezialisten (Tierärzte etc.) auf ihrem Gebiet arbeiten und sich mit dem Thema Futter und seine Wirkung auf Katzen aller Art (ob krank, nicht krank, jung, alt etc.) tagtäglich und seit vielen Jahren auseinandersetzen und dies im tagtäglichen Test (Futtertest wohlgemerkt) auch mit Tieren vor Ort prüfen können. Sie selbst durfte sich das ganze bei der der Konkurrenz (Royal Canin) schon einmal vor Ort ansehen und sich ein Bild von der Arbeit dort machen.

Ihrer Meinung nach gibt es mittlerweile viel zu viele selbsternannte Futterexperten, die im Laufe der letzten Jahre das Internet überschwemmen. Ein Futtermittel mit vor allem hohem Fleischanteil nach dem anderen wird auf den Markt geworfen, denn man hat gemerkt, dass die heutigen Tierbesitzer viel mehr bereit sind, für ihre Tiere zu zahlen als es früher der Fall war und das muss schließlich genutzt werden. Sie sagt allerdings auch, dass das nicht heißt, dass jede dieser neuen Sorten schlecht ist und nicht für die eine oder andere Katze sogar optimal. Aber sie würde grundsätzlich eher, abgestimmt auf die eigene Katze, ein Futtermittel von einem der beiden großen Konzerne, die sich wirklich seit langer Zeit mit dem Thema des richtigen Futters für den jeweiligen Katzentyp auseinandersetzen, wählen, als ein Futter von einem anderen Hersteller und erst recht, wann man wie ich bislang immer sehr gute Erfahrungen damit gemacht hat.

Ich muss sagen, das hat Hand und Fuß und ist mehr als einleuchtend und vor allem zeigen meine Katzen mir seit Jahren ja immer wieder, mit welchem Futter sie optimal zurecht kommen.

Das klingt jetzt alles ein bisschen nach Werbung für Hills … soll es aber eigentlich nicht sein, auch wenn ich es jedem ans Herz legen würde.

Lasst euch einfach nicht zu sehr von Außen und dem Internet beeinflussen, wenn es um die Futterfrage geht. Eure Katzen sagen euch mit Vitalität, Optik und Verdauung schon, was für sie das richtige Futter ist, welches es auch sein mag. Aber immer beobachten … mit dem Alter ändert sich der Organismus und das Futter muss dann vielleicht doch an das jeweilige Tier angepasst werden. Auf jeden Fall solltet ihr aber darauf achten, dass das Futter keinen Zucker enthält, denn der ist tatsächlich unnötig und kann sich auf Dauer auch schädlich auf die Katze auswirken.

Viel Spaß also beim Ausprobieren und Finden. Text ist jetzt doch länger geworden. ;-)