Ben … mit dem Kopf durch die Wand …

2009-0010-Berner-Sennenhund

Ben – das Berner Untier
ich wollte ein Mädchen werden (zumindest größentechnisch betrachtet)
Ben, Dicker …
Berner Sennenhund
Das Licht der Welt erblickt habe ich am: 17.11.2005.
Über die Regenbogenbrücke bin ich im Februar 2015 gegangen.

 

Ich bin also das von Frau Fröhlich auf ihrem Blog öfter erwähnte Berner Untier, welches die Frau Fröhlich bis zu ihrer im Januar 2013 festgestellten Krankheit (Wirbelgleiten mit hochgradiger Nervenkanalverengung) oft auf Touren durch Wald, Feld und Flur begleitet hat.

Leider konnte die Frau Fröhlich aufgrund ihrer Berufstätigkeit und der damit verbundenen Tatsache, dass sie vor 16.45 Uhr innerhalb der Woche nicht mit einem eigenen Hund losstiefeln kann, keinen eigenen Hund halten und diese Tatsache sollte sich auch aufgrund ihrer Berufstätigkeit nicht ändern und so kümmerte sie sich in ihrer Freizeit eben um mich. Das bedeutete, dass sie mich montags bis donnerstags um 16.45 Uhr und meist zusätzlich einen Tag am Wochenende bei meinem Herrchen zum Spaziergang abholte und wir dann innerhalb der Arbeitswoche ca. 1 1/2 Stunden und sonst meist mindestens doppelt so lange unterwegs waren und sie mich währenddessen spielerisch auslastete. Schwimmen, Apportieren, Suchspiele mit Leckerchen und ein wenig Unterordnung waren dann angesagt.

Frau Fröhlich freute sich immer, wenn Leute ganz erstaunt darüber waren, dass ich als Berner Sennenhund so ganz anders bin als die meisten Sennenhunde, die man sonst so sieht. Leider gehören viele Sennenhunde älteren Menschen, da sie sich einfach sehr gut ihrem Mensch und deren Tempo anpassen. Ein Sennenhund der nicht körperlich gefordert wird und dazu oft auch noch falsch gefüttert, der wird schnell träge. Und da ich eben körperlich viel gefordert werde, bin ich eben ein sportlicher Berner, was den Leuten meistens eigentlich viel mehr gefällt.

Das ich Frau Fröhlich kennen lernte war eigentlich reiner Zufall. Ich kam auf Umwegen im Oktober 2007 als Zweithund in den Haushalt von Franzi, der damaligen Pflegehündin von Frau Fröhlich. Eigentlich hatte ich bis dahin dem Sohn von unserem Herrchen und seiner Freundin (jetzt Frau) gehört … bis … ja bis zu dem Tag, an dem ich …. endlich erwachsen geworden … deutlich gemacht habe, dass auch Kinder (der damals vierjährige Sohn der Freundin) einen Hund zu respektieren und im Umgang mit Hunden Kinder auch gewisse Regeln einzuhalten haben …

Aber das führe ich jetzt nicht weiter aus. In meinem jetzigen Zuhause ist es viel schöner und die Frau Fröhlich sagt immer, ich wäre ein Traumhund *freu*.

Ich bin mega anhänglich und verschmust, im Haus ruhig und draußen aufgekratzt aber nicht überdreht. Mit Artgenossen verträglich (nur bei Junghunden, die ständig an mir hochspringen und dabei mit ihren Pfoten in meinem Gesicht herum tatzeln, verliere ich schonmal die Beherrschung und weise sie zurecht), menschenfreundlich, arbeitsfreudig und einfach immer fröhlich. Ich bin aufgeschlossem jedem Tier gegenüber und habe keinerlei Jagdambitionen, was sehr hilfreich ist, wenn Frau Fröhlich mich mit auf Fototour nimmt. Sie kann sich auch mal 10 Minuten mit einer einzigen Blume befassen, ohne dass sie sich Sorgen darüber machen muss, was ich in der Zeit hinter ihrem Rücken so treibe. Ich lege mich dann lieber hin und warte. Meinen geringen Beutetrieb lebe ich lieber mit Spielzeug aus.

Ich liebe Wasser über alles und ich lege mich mit Vorliebe hinein, sodass nur noch mein Kopf aus dem Wasser ragt … und das bei Wind und Wetter. Wenn ich dürfte auch zu jeder Jahreszeit. Ich bin auch schon mit Eiszapfen unter dem Bauch nach Hause getrabt, weil die Frau Fröhlich unaufmerksam war und mich somit vom Baden bei Minustemperaturen nicht abhalten konnte.

Im Sommer geht es jeden Tag ins kühle Nass … wir haben schließlich Vater Rhein vor der Tür. Spielzeug ins Wasser geworfen, ein Berner “fliegt” hinterher und dann wird schwimmender Weise apportiert.

Zum Bedauern von meinem Herrchen liebe ich das Wasser so sehr, dass ich auch vor mit Regenwasser gefüllten Feldgräben nicht halt mache … hier hat Frau Fröhlich mal wieder nicht aufgepasst und ich habe mich bei schlechtem Herbstwetter in so einen Graben gelegt … mich erfüllt es mit Fröhlichkeit wie ihr auf dem Bild sehen könnt und die Frau Fröhlich packte das Grausen *grins*.

Durch mich hat die Frau Fröhlich ihre Liebe zu den Bernern entdeckt und sie ist sehr traurig, dass sie aufgrund ihres Rückens nicht mehr mit mir spazieren gehen kann, geschweige denn irgendwann einen eigenen Berner haben wird.

 

Kategorien
Schnüffel-Archive