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Die Gedenkstätte Buchenwald

 

Es war mein erster Besuch überhaupt im Osten unseres Landes. Ein Besuch, den ich unter anderen Umständen sicherlich schöner gefunden hätte, wenn unser „Ausflugs“ziel gestern nicht das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar gewesen wäre. Ich versuche Dinge, die mich belasten, wenn möglich gar nicht erst an mich herankommen zu lassen und auch möglichst keinen Kontakt zu suchen, dennoch bin ich froh, es in diesem Fall getan zu haben.

Als Jugendliche haben natürlich auch wir damals in der Schule das Thema des 2. Weltkrieges, der Nazis und ihrer furchtbaren und unzähligen Gräueltaten durchgenommen und ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, dass unser damaliger Lehrer uns beim Zeigen von altem Film- und Fotomaterial nicht geschont hat. Er wollte, dass dieses Thema einen bleibenden Eindruck bei uns hinterlässt, damit so etwas nie wieder passieren kann. Ich weiß noch, wie geschockt ich war, nachdem wir Bilder von aufgestapelten Toten, zu Lampenschirmen etc. verarbeitete Haut der Toten und noch viel mehr Grauen auf Film und Bild gesehen haben und so hatte ich vor dem Besuch der Gedenkstätte Buchenwald Angst … Angst, dass ich vor Ort mit evtl. Empfindungen nicht klar kommen könnte.

Ich bin ein sehr emotionaler und auch etwas spirituell veranlagter Mensch und an manchen Orten, an denen Dinge passiert sind (positive wie negative), kann ich eine Energie spüren, die ein Ort entsendet. Ich weiß nicht, ob unter meinen Leserinnen und Lesern Menschen sind, denen es auch so geht, aber ich erwarte auch nicht, dass man es versteht, wenn man es nicht selbst erlebt.

So, aber jetzt zum eigentlichen Bericht. Alle nachfolgenden Bilder sollten zum Vergrößern angeklickt werden, da teilweise darauf Texte zu lesen sind.

Die Parkplätze der Besucher befinden sich vor den ehemaligen Kasernengebäuden der Soldaten, die das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald (1937 – 1945) bewacht haben. Sie lebten recht gut wie ich finde … die gelben Gebäude sind es.

Aber nun zum Konzentrationslager selbst …

Nach Kriegsbeginn werden aus ganz Europa Menschen nach Buchenwald und seinen 136 Außenlagern verschleppt … sei es wegen ihres Glaubens, ihrer Liebe zu Gleichgeschlechtlichen oder einfach, weil sie anders sind  … sogenannte „Gemeinschaftsfremde“. All jene sollten aus dem deutschen Volk ausgeschlossen werden. 250.000 Menschen wurden in Buchenwald und seinen Außenlagern inhaftiert und wurden durch die SS zur Zwangsarbeit getrieben.

Am Ende des Krieges ist das KZ Buchenwald das größte seiner Art. Über 56.000 Menschen sterben dort durch Folter, Mord, medizinische Experimente und an Auszehrung.

Über 8.000 sowjetische Kriegsgefangene werden dort in einer eigens errichteten Tötungsanlage erschossen.

Als die Amerikaner im April 1945 Buchenwald und seine Außenlager erreicht haben, schreibt Dwight D. Eisenhower, der Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte: „Nichts hat mich je so erschüttert wie dieser Anblick.“

Der Eingang ist ein Torgebäude, das gleichzeitig Hauptwachturm und der einzig erlaubte Ein- und Ausgang des Lagers war. Im Ziffernblatt der Turmuhr ist der Moment der Befreiung Buchenwalds – 15.15 Uhr am 11. April 1945 – festgehalten.

 

Bis dahin geht es mir noch ganz gut … und dann gehe ich durch das Lagertor.

Das Lagertor selbst trägt eine Inschrift. Von Innen, direkt vom Appellplatz gut lesbar angebracht, damit jeder Häftling stets darin erinnert wurde, dass er in den Augen der SS der Gesellschaft nicht würdig und was somit sein angestammter Platz war.

 

Mit Durchschreiten des Tores und Betreten des ehemaligen Lagers ist mir schlagartig übel. Ich spüre keine Wut, keine Trauer oder sonstigen Emotionen, die von einem solchen Ort wohl eigentlich ausgehen würden, sondern ich spüre eine vollkommene Leere. Ja, auch eine Leere kann man spüren. Denn man spürt eigentlich immer irgendwo was. Aber dort ist einfach ein großes Nichts. Wie gesagt, ich erwarte nicht, dass mich jemand versteht. Ich weiß selbst nicht, wie ich es besser in Worte fassen könnte, noch könnte ich sagen, woran es liegt, dass dieser Ort eine solche Leere ausstrahlt.

Ok … mit einer großen Leere, die ich wahrnehme, kann ich deutlich besser umgehen, als mit anderen Gefühlen und so beruhigt sich mein Magen im Laufe der Zeit auf dem Gelände.

Wir gehen zunächst in die ehemalige Häftlingskantine, in der zur Zeit Fotos aus dem Lager von Insassen und Soldaten und Szenen gezeigt werden. Zum Teil sind es Bilder, die ich ähnlich als Jugendliche in der Schule gesehen habe. Bilder von Toten, aufgestapelt vor Baracken. Elendig ausgehungert, teils ohne Kleidung. Ich spüre einen dicken Kloß im Hals aufsteigen und zwinge mich dazu, nicht zu heulen.

Ich habe keine Fotos von diesen Bildern gemacht. Ich würde damit Bildrechte verletzten und ich denke, die sollte man schon im Original gesehen haben.

Hier nur ein Bild entlang eines Stück Stacheldrahtzauns … im Hintergrund das Kantinengebäude.

 

Einer der insgesamt 22 Wachtürme, die rund um das Gelände aufgestellt waren.

 

Um das Lager herum existiert ein rund 3 km langer Postenweg der SS-Soldaten, auf dem nachts mit den Wachhunden patroulliert wurde.

 

Eine ehemalige Baracke als Unterkunft für die Häftlinge.

 

Unzählige Gedenksteine erinnern an das Leid der Häftlinge.

 

Von den meisten Gebäuden existieren heute nur noch die Grundrisse. Info-Tafeln informieren darüber, welches Gebäude sich an entsprechendem Ort befand.

 

Hier stand die sogenannten „Goethe-Eiche“. Eine alte Eiche, in den Karten als „Dicke Eiche“ bezeichnet, hatte die SS im Lager stehen lassen. Häftlinge nannten sie in Erinnerung an die häufigen Besuche Goethes auf dem Ettersberg „Goethe-Eiche“. Im August 1944 wurde sie durch Bomben beschädigt und danach gefällt; der Baumstumpf ist erhalten.

 

In einem alten Desinfektionsgebäude ist noch eine Ausstellung untergebracht. Bilder, alte Dokumente etc. werden dort ausgestellt. In dieses Gebäude wurden die Häftlinge bei ihrem Eintreffen im Lager zuerst getrieben, mussten sich dort ihrer Kleider entledigen, ihren persönlichen Besitz abgeben, wurden geschoren und desinfiziert.

 

Draußen geht es vorbei an einem Pfahl und einem Steinkarren. Es sind Nachbildungen. Ein Karren, wie er für den Transport von Steinen aus dem Steinbruch verwendet wurde und eines Pfahls, an dem Häftlinge zur Strafe mit rückwärts zusammengebundenen Händen aufgehängt wurden.

 

Und schließlich sind wir zuletzt ins Krematorium gegangen. In der Anfangszeit des Lagers wurden tote Häftlinge in einem Weimarer Krematorium verbrannt. 1940 mussten die Insassen des Lagers nach Anleitung einer Firma ein lagerinternes Krematorium bauen. Dieses war speziell für die Bedürfnisse der SS konzipiert. Bevor die Toten jedoch verbrannt wurden, kamen sie in einen der Sezierräume wo die Körper der Toten regelrecht ausgeplündert wurden. Goldzähne, Haut, Organe … selbst die Skelette wurden verwertet.

Im Keller des Krematoriums befindet sich eine Hinrichtungsstätte des Lagers. Hier wurden mehr als 1100 Kinder, Frauen und Männer an Wandhaken erdrosselt. Auch das Modell einer Genickschussanlage kann man sich ansehen.

Wir haben längst nicht das ganze Gelände gesehen. Es war gestern recht warm in Weimar und das Lager liegt mitten in der prallen Sonne und der Boden ist überall mit Steinen belegt (ist auf einigen Bildern ja zu sehen). Diese Steine heizen sich dermaßen in der Sonne auf, dass wir die Dinge, die außerhalb vom Zentrums des Lagers lagen, gar nicht mehr angesehen haben, wie die zum Gedenken 1954 auf dem Ettersberg errichtete Mahnmalsanlage samt Glockenturm, die 3 Massengräber beinhaltet.

Auch wenn es keine schöne Beschäftigung in dem Sinne an diesem Tag war, so bin ich doch froh, dass ich dort gewesen bin und wir die vierstündige Fahrt bis dorthin in Kauf genommen haben.

Jeder, der die Möglichkeit hat, die Gedenkstätte einmal zu besuchen, der sollte dies tun.

Eine solche Geschichte darf sich nie wiederholen !

 

 

19 Antworten auf Die Gedenkstätte Buchenwald

  • Ich war da noch nie. Aber ich habe mal das Frauen-KZ in Ravensbrück (bei Berlin) besucht. Ich war vielleicht 12 Jahre und habe das lange verdrängt. Zu grausam. In der Schule mussten wir das Buch „Nackt unter Wölfen“ lesen. Heute frage ich mich, wie man uns so was geben konnte zum Lesen. Später ja, aber als Kind ist das alles noch viel grausamer, man kann es nicht verstehen. Ich mag auch heut noch keine Kriegsfilme oder Dokus über Kriege sehen, das geht mir zu nahe. Ich fühle so mit und bekomme schon beim Lesen dieses Berichtes feuchte Augen.
    Liebe Abendgrüße von Kerstin.

    • Huhu Kerstin (Träumerle),
      Frauen-KZ stelle ich mir auch ziemlich schlimm vor. Da konzentriert sich die Gewalt und die Misshandlung ja nur auf die Frauen. In einem gemischten Lager werden es eher die Männer gewesen sein … denke ich. Das Buch haben wir nicht gelesen. Ich weiß nur, worin es da geht. Kriegsfilme und -dokus … auch gar nicht meine Welt. Das geht mir auch zu nahe.
      LG zu dir Kerstin :-)

  • Ich hoffe das auch, sehr sogar, aber mir fehlt der Glaube :-(
    Bislang hat sich die Geschichte immer noch wiederholt und jeder Krieg wurde grausamer.

    Aber… es gab noch schlimmere „Machthaber“ als H*tler,
    Stalin z.B. und doch bleibendie Deutschen die bösen…

    Ich kann nur hoffen, das wir das nicht mehr erleben müssen.

    Ich drück dich mal ganz lieb und bitte, versuche deinen Kopf frei zu bekommen.
    Wir können nichts dafür, da wir mittlerweile die 4. Generation nach dem Krieg sind. Du darfst das vlll. nicht so stark an dich heran lassen. Also versuche ab zu schalten, damit du den restlichen Urlaub geniessen kannst.

    Alles Liebe, kkk :liebe:

    • Huhu liebe kkk,
      mir fehlt der Glaube da auch irgendwo. Wenn man die Nachrichten der letzten Jahre verfolgt, so hat man so manches Mal das Gefühl, der nächste große Krieg ist nicht mehr weit. Virtuelle Knuddler zurück meine Liebe … ich schieb die bösen Gedanken jetzt an Seite. :-)
      LG Frauke

  • Liebe Frauke, ich war in Dachau und ich habe ganz viele Bücher über die Verfolgung und die KZ’s gelesen, ja es ist sehr bedrückend und sollte sich nicht wiederholen, aber das gabs ja nicht nur in Deutschland. Die Amis z.B. leiden nicht so unter ihrer Geschichte und die ist doch wohl genauso schlimm. Irgendwann ist es auch mal gut, aber die Gedenkstätten sollte sich jeder mal anschauen und sich mit der Geschichte beschäften und vor allen Dingen hoffen das es sowas nicht mehr gibt.

    • Huhu Hildegard,
      freiwillig würde ich über das Thema keine Bücher lesen … neeee, das würde mich zu sehr bedrücken. Hut ab, dass du das getan hast !
      Ich fürchte, auch viele weitere deutsche Generationen werden unter den Verbrechen der Nazis noch zu leiden haben. :-(
      LG Frauke

  • ich war schon sehr oft da, sollte man ruhig tun, ich wünsche dir einen schönen neuen Tag, Klaus

  • Liebe Frauke,
    mich hat vor allem das Bild mit den vielen Schuhen (leider auch viele Kinderschuhe) sehr getroffen. Es war schon eine sehr grausame Zeit und ich gebe dir in allen Punkten recht, dass sich das nie wieder wiederholen darf. Aber es sind nicht nur wir Deutschen, die schwere Kriegsverbrechen begangen haben.

    • Huhu Andrea,
      es ware eine furchtbare Zeit und du hast natürlich Recht, die Deutschen sind nicht alleine, wenn es um schwere Kriegsverbrechen geht, aber wir sind irgendwie so ziemlich die Einzigen, die das immer wieder vorgehalten bekommen. Wahrscheinlich in den nächsten mindestens 5 Generationen noch. :-(
      LG Frauke

  • Hallo Andrea,
    ich kann es gut nachempfinden, so haben wir vor 2 Jahren Dachau besucht (http://annaundwerneraufreisen.blogspot.de/2013/10/kz-gedenkstatte-dachauein-stuck.html) .
    Es ist auch heute für mich immer noch unfassbar, ich wurde auch immer stiller um so länger wir dort waren.

    Nun schau ich mich noch ein wenig bei Dir um,
    lg
    Andrea

  • Hallo Frauke,
    ich war noch nicht an den Gedenkstätten der Massaker der Nazis, aber das würde mir ähnlich gehen wie dir. Die grausigen Bilder, die einem da durch den Kopf gehen, wenn man die Gebäude sieht. Die Erinnerung was hier alles für Leid zugefügt wurde. Wie viele Menschen sterben mussten – so sinnlos wegen dieser Ideologie. Das macht mich wütend. Ich würde sicher weinen – das Bild mit den Schuhen hat mich auch geschockt. Das bringt einem noch mal näher, dass es nicht nur um Zahlen, sondern um Menschen ging.
    Liebe Grüße und Respekt
    Anja

    • Huhu Anja,
      ja, das es eben so völlig sinnfrei war … das macht einen so richtig wütend. Aber es liegt in der Natur des Menschen, sich über allem erhaben zu fühlen … leider. Und es wird immer so richtige Spinner unter uns geben, die glauben, sie seien Gott persönlich. :-(
      LG Frauke

  • ja, ich kann deine gefühle und das gefühlte nichts nachempfinden. das hatte ich auch beim lesen deines berichts. respekt, dass du darüber so ausführlich berichten kannst. beim anblick des fotos mit den schuhen ist mir übel geworden. das war so richtig ein schlag in den magen. ich verdränge diese themen, weil ich dafür eben auch zu emotional bin. und ich habe bisher nicht die angst überwinden können, solch eine gedenkstätte zu besuchen. dafür danke ich dir, dass du mich mitgenommen hast.
    liebe grüße!

    • Huhu Ina,
      ich freue mich, dass du das nachempfinden kannst. :-) Ja, die Schuhe waren schon eine Hausnummer. Die hab ich auch nur ganz kurz fotografiert und bin sofort weiter, bevor sich Bilder in meinem Kopf breit machen konnten.
      Ich kann verstehen, dass du bislang nicht hingefahren bist. Mein GöGa war hier die antreibende Kraft. Er wollte unbedingt hin und ich wollte ihn begleiten. Wir hatten vorher abgemacht, dass ich evtl. doch vor Ort einen Rückzieher mache und er alleine aufs Gelände muss. Ich wäre dann draußen spazieren gegangen. ;-)
      LG Frauke

  • Juhu :-)
    ich hoffe ich kann auch etwas zur Aufklärung zum Thema Buchenwald beitragen da ich selber aus Weimar komme und mich für das geschichtliche aus dem 1. und 2.Weltkrieg und dazu gehören leider auch die Greueltaten auf beiden Seiten. Ach wenn ich mich für diese 2 Epochen interessiere und nicht an das glaube was man uns zu Ostzeiten erzählt hat nur weil ich wissen will wie es wirklich war, bin ich noch kange keine Rechter oder sonst einer von diesen Spinnern auch wenn ich gerne in dieses Schublade gequetscht werde.

    „Hier stand die sogenannten „Goethe-Eiche“. Eine alte Eiche, in den Karten als „Dicke Eiche“ bezeichnet, hatte die SS im Lager stehen lassen. Häftlinge nannten sie in Erinnerung an die häufigen Besuche Goethes auf dem Ettersberg „Goethe-Eiche“. Im August 1944 wurde sie durch Bomben beschädigt und danach gefällt; der Baumstumpf ist erhalten.“
    – Neben dem Stumpf befindet sich eine Tafel wo auch drauf steht das die Eiche durch den Funkenflug nach dem besagten (sinnlosen) Bombenangriff gebrannt hat wurde sie gefällt da man befürchtet hat das die Flammen auf die anderen Gebäude und somit auf das gesamte Lager übergreifen könnten.

    „Draußen geht es vorbei an einem Pfahl und einem Steinkarren. Es sind Nachbildungen. Ein Karren, wie er für den Transport von Steinen aus dem Steinbruch verwendet wurde und eines Pfahls, an dem Häftlinge zur Strafe mit rückwärts zusammengebundenen Händen aufgehängt wurden.“
    – Zu dem Pfahl gibt es auch eine Aussage von einem Häftling wie das genau ablief. Der Häftling musste sich mit dem Rücken an den Pfahl auf aufgestapelte Steine stellen, seien Arme wurden nach hinten und gleichzeitig nach oben gedrückt, mit einem Seil oder Strick zusammen gebunden und am Pfahl festgebunden. Als das geschehen war wurden die steine von einem Wachmann weggetreten so das der Häftling am Pfahl an seinen Armen in der Luft hing. Nachdem der Häftling Ohnmächtig geworden war, wurde er losgeschnitten, mit einem Eimer Wasser munter gemacht und weiter zur Arbeit angetrieben.

    „Über 8.000 sowjetische Kriegsgefangene werden dort in einer eigens errichteten Tötungsanlage erschossen.“
    – Die Russischen Kriegsgefangen wurden später von den andren Häftlingen getrennt in einem Pferdestall eingesperrt und auch hingerichtet, der Grund war das es immer mehr wurden.

    „Im Keller des Krematoriums befindet sich eine Hinrichtungsstätte des Lagers. Hier wurden mehr als 1100 Kinder, Frauen und Männer an Wandhaken erdrosselt. Auch das Modell einer Genickschussanlage kann man sich ansehen.“
    – In dem Keller wurden die Leichen aufbewahrt die über eine Leichenrutsche in den Keller befördert wurden. Die Häftlinge die noch am Leben waren wurden entweder an den Haken an der Wand aufgehängt oder mit einer Keule erschlagen.
    in Der Pathologie wurden auch Totenscheine für die Hinterbliebenen ausgestellt.

    „Als die Amerikaner im April 1945 Buchenwald und seine Außenlager erreicht haben, schreibt Dwight D. Eisenhower, der Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte: „Nichts hat mich je so erschüttert wie dieser Anblick.“

    Der Eingang ist ein Torgebäude, das gleichzeitig Hauptwachturm und der einzig erlaubte Ein- und Ausgang des Lagers war. Im Ziffernblatt der Turmuhr ist der Moment der Befreiung Buchenwalds – 15.15 Uhr am 11. April 1945 – festgehalten.“
    -Was auch nicht so bekannt ist das sich das Lager quasi eine Woche vor eintreffen der Amerikaner selbst befreit hat (nicht so wie im Buch oder dem Film aus DDR Zeiten „Nackt unter Wölfen“, das diente zu Propagandazwecken), die hohen Offiziere und ein Teil der dort stationierten Soldaten sind geflohen. Die Häftlinge die noch laufen konnten wurden auf den sogenannten „todesmasch“ geschickt um sie inanderen lager unterzubringen. Die Häftlinge die im Lager geblieben sind wurden zum sterben zurück gelassen und die Wachleute die dort noch waren hat man im unklaren gelassen.

    Im Lager befinden oder befanden isch zudem noch eine SS Gärtnerei, (direkt hinter dem Kammergebäude, die Fundamente sieht man noch sehr gut von den obersten Etagen aus), eine Kläranlage, ein Steinbruch (ist auf der anderen Seite und etwas versteckt), die Ruinen oder Überreste der ehemaligen Gustloffwerke (die noch bis zu 13m tief unterkellert sind), ein Bordell wo auch die sogenannten „Kapos“ oder priviligierteren Häftlinge zu bestimmten und für bestimmte Zeit hin durften, es gabe da auch Isolationsgebäude wo Häftlinge komplett von der Aussenwelt isoliert eingesperrt wurden und dieses gebäude hatte eine etwa 2,5m oder 3m hohe Mauer. Wenn man vom Parkplatz in Richtung Lager geht und durch das Tor geht befinden sich auf der linken Seite von dem Lagertor die sogenannten Arrestzellen wo Häftlinge kurz vor ihrer Hinrivchtung eingesperrt wurden, manchmal wurden da auch soviele eingesperrt das sie nur noch eingeengt darin stehen konnten und dabei sind auch sehr viele gestorben.
    Was auch zu Ostzeiten unter der Hand erzählt oder verschwiegen wurde ist das der Russe nach 1945 das lager Buchenwald weiter geführt hat und dort Leute eingesperrt hat die nicht zum regime gepasst haben, dazu gibt es auch eine kleine Ausstellung. Im Wald befindet sich eine soganneter Stelgarten (hoffe habe es richtig geschrieben), da wurden Eisenstele gesetzt wo man die Überreste der Häftlinge hat die von den Russischen Wachleuten getötet und dort vergraben hat.

    Wenn ich es ausführlich schildern würde dann könnte ich ein paar A4 Seiten damit füllen.
    Was aber auch mit fehlt und man etwas schwerer findet ist das 4.Aschegrab im Wald mit dem Schriftzug „Memorium“ (wenn ich mich nicht total irre) und den SS Falknerhorst. Die 3
    Massengräber sind sogenannte Ring- oder Aschegräber, da ist die Asche von 18.000 Häftlingen. Uns wurde zu Ostzeiten erzählt es wären angeblich Bombentrichter oder da hat der Ami das restkliche Essen und die Kleidung verbrannt um eine weitere ansteckung zu vermeiden und eine 3.Ausrede war das es der Steinbruch sein soll. Am letzen Ringgrab hängt eine tafel wo beschrieben steht weas es genau ist und wenn man dann noch die Treppe hinaufgeht stehen rechts mehrere Steintafeln, auf der Rückseite ist das Buchenwaldlied eingemeiselt und auf der Vorderseite sieht man Bilder vom Alltag. Nach der befreiung wurden auch Weimarer ins lager getrieben um denen zu zeigen was abgelaufen ist und um die Totoen zu beerdigen.
    „Ich bin ein sehr emotionaler und auch etwas spirituell veranlagter Mensch und an manchen Orten, an denen Dinge passiert sind (positive wie negative), kann ich eine Energie spüren, die ein Ort entsendet. Ich weiß nicht, ob unter meinen Leserinnen und Lesern Menschen sind, denen es auch so geht, aber ich erwarte auch nicht, dass man es versteht, wenn man es nicht selbst erlebt.“
    – Ich war mehrmals im Lager und habe es mir angschaut weil man das alles an einem Tag nie schaffen kann. Ich war auch mehrmals im Leichenkeller und das letzte mal werde ich nie vergessen. Als ich gehen wollte habe ich mir gesagt „jetzt werde ich es mal auf mch wirken lassen und bildlich vorstellen wie es gewesen sein könnte“, das war ein Fehler meiner Seite. Als ich mich zur Treppe gedreht habe hörte ich eine Stimme die mir gesagt hat „Du bist der nächste, dich kriegen wir auch noch“ und ich war alleine im Keller. Im Lager habe ich nur noch darauf gewartet das Hunde bellen, Häftlinge in ihren Blau-Weiss gestreiften Kleidungen und Wachleute auftauchen. Also du bist nicht alleine die so sensibel ist.

    Wenn jemand mehr über Buchenwald wissen möchte, die Gebäude noch zu Buchenwald gehören und in Weimar stehen (eins ist abgebrannt) sehen möchte kann sich ruhig bei mir melden, stehe mit Rat und tat gerne zur Verfügung.

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