– eine fotografierende Rheinländerin im Vorgebirge mit GöGa & den Orienauten –
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Besuch auf dem Drachenfels

 

Der Drachenfels liegt in einem kleinen Mittelgebirge namens Siebengebirge, das sich rechtsrheinisch, östlich von Bonn bei Königswinter und Bad Honnef befindet. Es besteht aus etwas mehr als 50 Anhöhen und Hügeln und so ist sein Name eigentlich irreführend.

Die Entstehung des Namens „Siebengebirge“ ist nicht eindeutig geklärt und so gibt es 3 verschiedene Theorien darüber.

Sowohl rheinauf- und auch -abwärts erkennt man entlang des Rheins erst einmal 7 Berge, die je nach Blickrichtung aber nicht immer die gleichen sind. Diese Erklärung ist wohl die am häufigsten genannte.

Auch ist die als magisch geltende Zahl 7 naheliegend für ein Gebirge, das bis zum beginnenden 19. Jahrhundert als abweisend, schwer durchdringlich, unheimlich und als Schauplatz von Sagen und Spukgeschichten galt.

Einer Legende nach staute sich der Rhein an dieser Stelle, weil sich dort eine Hügelkette befand. Hinter dieser Hügelkette lag eine Stadt, die darunter litt, dass sie kein Wasser bekam. Also beschlossen die Bürger, sieben Riesen damit zu beauftragen, den Rhein zu befreien. Nach getaner Arbeit reinigten die Riesen ihre Spaten, und so entstanden die Berge. Eine andere Version, rheinaufwärts angesiedelt, lautet: sieben Riesen wurden aus Holland gerufen, um das Binger Loch zu graben, damit der Rhein abfließen konnte. Nach getaner Arbeit rasteten sie auf dem Heimweg nach Holland bei Königswinter und stießen ihre Spaten in die Erde. Als sie weiterzogen, blieben die Erdbrocken von den Spaten als sieben Berge zurück.

Sieben könnte aber auch durch Volksetymologie aus dem ripuarischen Wort Siefen entstanden sein, das ein feuchtes Bachtal bezeichnet, oder aus Sieden, wegen der Seifensieder, die in den Tälern tätig waren; da das Seifensieden mit Geruchsbelästigung verbunden ist, sei dieser Berufszweig aus den umliegenden Ortschaften in die abgelegenen Täler verlagert worden. Für diese volksetymologischen Erklärungen gibt es jedoch keine Belege; bereits die älteste historisch nachgewiesene Bezeichnung lautet, wie oben erwähnt, nach der Zahl sieben.  

Das Siebengebirge steht unter Naturschutz und ist vulkanischen Ursprungs.

Der Drachenfels entstand durch aufsteigendes Magma, welches nicht zur Erdoberfläche durchdringen konnte, sondern darunter domartig erstarrte.

Er ist nur knapp 321 Meter hoch, es sind allerdings 321 Meter, die es in sich haben, wenn man den Drachenfels von Königswinter aus über den sogenannten und sehr bekannten „Eselsweg“ vom Fuß bis zur Spitze, auf dem die Ruine Drachenfels steht, erwandern möchte.  Unten  beginnt der Fußweg schon mit 172 % Steigung und am letzten Stück sind es dann sogar 200 % Steigung. Für Alle, die nicht genau wissen, was das eigentlich heißt: 172 % Steigung heißt umgerechnet ca. 17 Meter Höhenunterschied auf 100 Meter Weglänge.

Als Jugendliche bin ich des Öfteren freiwillig mit einer Freundin zu Fuß auf den Drachenfels gewandert. Vorher wurden die von unserem damaligen Wohnort zu bewältigenden ca. 26 km per Fahrrad zurück gelegt. Ja, ich war ein sehr sportliches Mädchen. Heute undenkbar *ggg*.

Zum Glück gibt es noch 2 andere Möglichkeiten, den Drachenfels zu „erklimmen“. ;-)

Für Kinder gibt es die Möglichkeit, mit einem Esel hinauf zu reiten. Diese Art der Fortbewegung gibt es am Drachenfels schon so lange ich denken kann und mit Sicherheit viel länger darüber hinaus. Mir tun die Esel immer leid, denn der Weg ist echt steil und ich habe keine Ahnung, wie oft so ein Esel am Tag mit Reiter rauf und wieder runter muss. Allerdings muss ja auch der menschliche Führer jedes Mal rauf und runter und so denke ich, dass es wohl nicht allzu oft sein wird … hoffe ich zumindest. 

Daneben gibt es die Drachenfelsbahn. Sie befördert schon seit dem 17. Juli 1883 Touristen und Wanderer hoch auf den Drachenfels. Sie ist die älteste Zahnradbahn Deutschlands. Der GöGa und ich sind gestern das erste Mal damit auf den Drachenfels hinauf gefahren. 

 

 

Sie fährt alle halbe Stunde (bei großem Andrang auch alle 15 Minuten) auf die Spitze und wieder hinunter. Auf nicht ganz halber Höhe steht Schloss Drachenburg. Hier ist die einzige Station der Drachenfelsbahn, an der man auf dem Weg bis ganz nach oben aus- und auch wieder einsteigen kann.

Aber für uns hieß es gestern Morgen „ganz nach oben“ … Aussicht genießen. :-)

Die Esel als auch die Zahnradbahn befördern die Besucher des Drachenfels jedoch nur bis zu einem großen Plateau etwas unterhalb der Burgruine. Auf diesem Plateau gibt es ein Restaurant mit Tagungsräumen. Wer bis ganz nach oben zur alten Burgruine möchte, der muss dann doch noch ein Stück zu Fuß nach oben, was wir dann auch getan haben.

Leider war es nicht ganz sonnig und es zog sich zum Ende des Ausflugs immer weiter zu, aber der Ausblick ist auch so wunderbar. 

Leider hatte der GöGa das von mir für Landschaftsaufnahmen bevorzugte Objektiv auf seiner Kamera (ist halt auch seins) und so habe ich viele Landschaftsaufnahmen mit meinem Handy machen müssen. :-(

So, jetzt will ich euch den Ausblick aber nicht weiter vorenthalten. :-)

 

 

Zurück sind wir dann nur bis zur Mittelstation hinunter gefahren. Von dort erreicht man die Nibelungenhalle.

Die Nibelungenhalle wurde im Jahr 1913 anlässlich des 100. Geburtstages von Richard Wagner eröffnet. Sie zeigt eine der bedeutensten Gemäldesammlungen zur Nibelungensage „Ring des Nibelungen“. Diese Sage war der Grund, die Halle hier am Drachenfels zu errichten.

Der Sage nach hat der Held der Nibelungensage, Siegfried von Xanten, den auf dem Drachenfels in einer Höhle lebenden Drachen Fafnir getötet, der den Nibelungenschatz bewachte.

 

Bilder zum Vergrößern wie immer anklicken ! 

 

Kleine Drachen und andere Reptilien gibt es auf dem Drachenfels auch heute noch. Nämlich im kleinen, direkt an die Nibelungenhalle angrenzenden, Reptilienzoo.

Da ich kein entsprechendes Objektiv dabei hatte, sind nur ein paar Bilder und die auch nur mit dem Handy entstanden.

 

 

 

Nach dem Besuch von Nibelungenhalle und Zoo sind wir dann den Rest des Weges zu Fuß nach unten gestiegen. Meine Knie fanden das nach 100 Metern glaube ich gar nicht mehr lustig.  :augenroll:  

Ein paar Wegeindrücke gibt es auch noch.

 

 

 

Ich hoffe, der kleine Ausflug hat euch gefallen. :-)

Aber auch heute endet mein kleiner Bericht wieder mit einem Spinnenfoto *ggg*.

Diese kleine Kreuzspinne hatte ihr Netz in einem Fensterrahmen der Zahnradbahn gesponnen … außen natürlich.  :green:  

 

 

 

Habt noch einen wunderschönen Sonntag.

Eure

froehlich1

 

8 Antworten auf Besuch auf dem Drachenfels

  • Liebe Frauke,

    die Spinne zum Schluss hätte ich jetzt nicht wirklich gebraucht, aber ich habe einfach ganz schnell zur Kommentarbox gescrollt. :augenroll:

    Schön ist`s dort am Drachenfels und ich mag auch Zahnradbahnen supergerne. Ich glaube, dass letzte Mal bin ich in der Schweiz mit einer gefahren, es war glaube ich in Saas-Fee und das ist mindestens 20 Jahre her.

    Ich glaube, Ihr hattet einen wunderschönen Ausflugstag, auch wenn das Wetter nicht ganz so mitgespielt hat – vielen Dank für die vielen schönen Bilder!

    Liebe Grüße und morgen einen guten Start in die neue Woche,
    Kerstin

    • Huhu liebe Kerstin,
      die Spinnen auf meinem Blog sind absolut harmlos … versprochen. :mrgreen:
      Nach 20 Jahren wird es wohl mal wieder Zeit, dass du mit einer Zahnradbahn fährst. ;-)
      Ja, wir hatten einen schönen Ausflug, da kann ich mich nicht beklagen. Und was das Wetter gestern nicht hergegeben hat, dass hat es heute getan … Sonne satt.
      Auch dir einen wunderschönen Wochenstart. :-)
      LG Frauke

  • Ist der Herbst nicht herrlich? Deine Bilder beweisen es. Eine schöne Wanderung.

  • Wie schön doch alles ausschaut mit dem ersten bunten Herbstlaub. Drachenburg – so schlimm wie der Name schaut sie gar nicht aus. Das regt vor allem die Fantasie an.
    Die Nibelungenhalle ist treffend, passt perfekt dazu – und die Spinne auch :totlach:
    Liebe Abendgrüße von Kerstin.

  • Wie gewohnt herrliche Bilder von dir und die Schlangen sind sehr hübsch. Gegen Spinnen habe ich auch nix :green:

    LG Mathilda :-) :nicken:

  • Ausflug war toll. :)

    Das Schloss sieht ja aus wie aus einem Disney *find* Auch die landschaft ist sehr beeindruckend.
    Hier ist ja alles flach und man sieht wer Nachmittags zum Tee/Kaffee kommt :mrgreen:

    LG
    Marlene

  • Danke, und wieder steh’n mir die Haare zu Berge ;-) Die Spinne! Die hättest Du echt weg lassen können, Mensch Frauke ;-) Nee, aber Deine Bilder sind toll, echt jetzt. Das Schloss ist ja der Wahnsinn. Als ich es sah, musste ich erst mal ein lautes „Wow!“ ausstoßen. Ich mag ja Schlösser, Burgen aber mehr – die haben so was Mystisches an sich. Wenn ich Schlösser sehe, dann kommen mir als erstes Märchen in den Sinn :-) Schöne Eindrücke hast Du uns mitgebracht. Danke. Es war schön, mit Euch gemeinsam den Drachenfels zu erkunden :-D

    LG
    Malina!

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